10.06.2021 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 10.06.2021
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Langsam gesprochene Nachrichten

10.06.2021 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:13

Nachrichten von Donnerstag, 10.06.2021 – langsam gesprochen als MP3

Biden sieht "Wendepunkt der Weltgeschichte"

US-Präsident Joe Biden hat zum Auftakt seiner Europareise zur Verteidigung der Demokratie aufgerufen. "Ich glaube, wir befinden uns an einem Wendepunkt der Weltgeschichte", sagte Biden wörtlich vor Soldaten auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Mildenhall in England. Zugleich unterstrich er den Führungsanspruch der Vereinigten Staaten. Biden nimmt ab Freitag am G7-Gipfel der führenden Industrienationen in Cornwall teil, bereits an diesem Donnerstag wird er sich mit dem britischen Premier Boris Johnson treffen. Kommende Woche ist eine Begegnung mit Russlands Staatschef Wladimir Putin in Genf geplant.

 

USA bereiten Impfstoff-Großspende vor

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die US-Regierung laut Presseinformationen 500 Millionen Impfdosen erwerben, um sie ärmeren Ländern zu spenden. Das Weiße Haus habe eine entsprechende Vereinbarung mit den Pharma-Unternehmen Pfizer und BioNTech getroffen, heißt es. Offiziell verkünden wolle Präsident Joe Biden die Spende vor oder auf dem G7-Gipfel in Cornwall. Bei dem Treffen soll es auch um eine gerechtere internationale Verteilung von Corona-Vakzinen und Maßnahmen gegen Engpässe bei der Impfstoff-Produktion gehen.

 

Russland zerschlägt Nawalny-Netzwerk

Die russische Justiz hat mehrere Organisationen des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny verboten. Unter anderem die Anti-Korruptions-Stiftung FBK und die Regionalstäbe des Oppositionellen seien als extremistisch eingestuft worden, teilte ein Moskauer Gericht nach rund zwölfstündiger Verhandlung mit. Nawalnys Anwälte kündigten umgehend Berufung an. Seine Unterstützer hatten das Verfahren als politisch motiviert kritisiert. Im Zusammenhang mit einem neu erlassenen Gesetz dürfen sie nun bei der Parlamentswahl im Herbst nicht mehr antreten.

 

Korruptionsklage gegen Suu Kyi

In Myanmar ist die entmachtete Regierungschefin Aung San Suu Kyi einem Bericht zufolge wegen Korruption angeklagt worden. Die Anti-Korruptionskommission im früheren Birma habe Beweise dafür gefunden, dass die 75-Jährige ihr Amt ausgenutzt und unter anderem 600.000 Dollar und mehrere Kilo Gold illegal angenommen sowie Landmissbrauch betrieben habe, berichtete die staatsnahe Zeitung "Global New Light on Myanmar". Suu Kyis Anwalt bezeichnete die Vorwürfe als "absurd". Der Friedensnobelpreisträgerin drohen nun bis zu 15 Jahre Haft.

 

Kinderarbeit breitet sich wieder aus

Nach zwei Jahrzehnten wird erstmals wieder ein Zuwachs bei der weltweiten Kinderarbeit verzeichnet. Zu Beginn des Jahres 2020 waren schätzungsweise rund 160 Millionen Mädchen und Jungen Opfer von Kinderarbeit, wie aus einem neuen Bericht des Hilfswerks UNICEF und der Internationalen Arbeitsorganisation ILO hervorgeht. Damit sei die Zahl der Kinderarbeiter innerhalb von vier Jahren um 8,4 Millionen gestiegen. "Wir verlieren an Boden im Kampf gegen die Kinderarbeit", erklärte UNICEF-Chefin Henrietta Fore. Die Corona-Krise mache eine schlechte Situation nun noch schlimmer.

 

Endgültiges Aus für "Keystone XL"

Das seit vielen Jahren von nordamerikanischen Umweltschützern bekämpfte Pipeline-Projekt "Keystone XL" ist endgültig abgeblasen. Nach Rücksprache mit der Regierung der kanadischen Provinz Alberta habe man das Vorhaben beendet, teilte das Unternehmen TC Energy in Calgary mit. "Keystone XL" sollte eigentlich ab 2023 täglich rund 830.000 Barrel Rohöl aus Teersand-Vorkommen in Alberta zu Raffinerien im US-Bundesstaat Texas befördern. US-Präsident Joe Biden hatte die von seinem Vorgänger Donald Trump erteilte Erlaubnis für den Bau unmittelbar nach Amtsantritt wieder zurückgenommen.

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