10.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 10.01.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

10.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Mittwoch, 10. Januar 2018 – langsam gesprochen als MP3

Trump muss Schutzstatus für junge Einwanderer weiter gewähren:

Ein Gericht in Kalifornien hat die Aberkennung des Schutzstatus für Einwanderer, die als Kinder illegal in die USA gekommen sind, für rechtswidrig erklärt. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump müsse das sogenannte DACA-Dekret (Deferred Action for Childhood Arrivals) wieder in Kraft setzen, verfügte Richter William Alsup in San Francisco in einer 49-seitigen Entscheidung. Trump hatte das Programm seines Vorgängers Barack Obama im September für ungültig erklärt. Es betrifft fast 800.000 Migranten. Obama hatte ihnen 2012 eine begrenzte Aufenthalts- sowie eine Arbeitserlaubnis, jedoch kein Einbürgerungsrecht zugestanden. Trump verband seine Entscheidung gegen das Dekret mit der Aufforderung an den Kongress, bis zum 5. März 2018 eine gesetzliche Regelung für die als "Dreamers" (Träumer) bezeichneten Einwanderer zu finden.

 

Steve Bannon verlässt das Internetportal "Breitbart News":

Der frühere Berater von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, hat seinen Posten beim rechtsgerichteten Internetportal Breitbart News aufgegeben. Bannon sei als Herausgeber zurückgetreten, teilte der Unternehmenschef der Website, Larry Solov, mit. Gründe dafür nannte er nicht. Trumps ehemaliger Wahlkampfmanager und Chefstratege war zuletzt unter Druck geraten, weil er in dem Buch "Fire and Fury" des Journalisten Michael Wolff ausführlich mit abfälligen Äußerungen über den US-Präsidenten und dessen Familie zitiert wird. Auch in rechten Kreisen schien Bannon zunehmend isoliert. So distanzierte sich sein wichtigster Geldgeber, die Milliardärsfamilie Mercer, von Bannon. Der 64-Jährige zeigte sich in einer schriftlichen Erklärung "stolz" darauf, dass es dem Breitbart-Team gelungen sei, eine "Nachrichten-Plattform von Weltklasse" zu produzieren.

 

Südkoreas Präsident zu Treffen mit Nordkoreas Machthaber bereit:

Trotz der jüngsten Entspannung im Verhältnis zu Nordkorea verlangt Südkorea von dem Regime in Pjöngjang weiter den Verzicht auf Atomwaffen. Die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel sei ein grundlegendes Ziel, das nie aufgegeben werde, sagte Präsident Moon Jae In in Seoul. Das Thema könne bei Gesprächen über eine Entspannung der Beziehungen nicht ausgeklammert werden. Zugleich erklärte er, dass er zu einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un "unter den richtigen Bedingungen" bereit sei. Für den Fall neuer Provokationen Nordkoreas drohte er jedoch mit weiteren Sanktionen. Hochrangige Vertreter der Regierungen in Seoul und Pjöngjang hatten sich am Dienstag erstmals seit mehr als zwei Jahren zu direkten Gesprächen getroffen und weitreichende Maßnahmen zur Verbesserung der Beziehungen beschlossen.

 

CSU-Generalsekretär sieht Sondierungsgespräche auf gutem Weg:

Nach Halbzeit der Sondierungsgespräche über die Fortsetzung der großen Koalition zwischen Unionsparteien und Sozialdemokraten hat CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer ein positives Fazit gezogen. Trotz des Ärgers der SPD über Indiskretionen sei "eine gute Grundlage des Vertrauens und der Kollegialität" zwischen beiden Seiten gesetzt worden. Scheuer bestätigte Medienberichte, wonach weitere Zwischenergebnisse erzielt worden seien. Es sei aber noch nichts fixiert. Die Verhandlungen näherten sich jetzt dem Hauptthema der finanziellen Spielräume. Laut Medienberichten einigten sich Union und SPD am Dienstag auf ein Gesetz zur Steuerung der Fachkräfte-Zuwanderung nach Deutschland. Strittig sei aber noch, welchen Namen das Gesetz tragen soll. Union und SPD hatten die Sondierungen am Sonntag begonnen und wollen am Donnerstag zur Schlussrunde zusammenkommen. Danach wollen sie über die Aufnahme von Koalitionsgesprächen entscheiden.

 

Weiter keine Lösung im Streit zwischen EU und Polen:

Der neue polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat die umstrittene Justizreform beim Antrittsbesuch bei der EU verteidigt. Das Justizsystem solle gerechter und objektiver werden, sagte er nach einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Brüssel. Beide Seiten sprachen von einem Abendessen in freundlicher Atmosphäre. Man habe auch die Rechtsstaatlichkeit in Polen detailliert besprochen. Hinweise auf eine Annäherung gibt es nicht. Die EU-Kommission hatte im Dezember wegen der Justizreform in Polen eine Gefährdung von EU-Grundwerten wie Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung festgestellt und ein Sanktionsverfahren nach Artikel 7 der EU-Verträge gestartet. Kurz vor seiner Abreise nach Brüssel hatte Morawiecki mehrere in der EU umstrittene Minister abberufen. Polnische Experten werten dies als Entgegenkommen gegenüber der EU.

 

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