06.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 06.12.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

06.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:43

Nachrichten von Freitag, 06.12.2019 – langsam gesprochen als MP3

Streiks in Frankreich legen öffentlichen Verkehr weiter lahm

Der Nah- und Fernverkehr sowie Flughäfen in Frankreich sind auch an diesem Freitag von massiven Streiks betroffen. Von zehn Hochgeschwindigkeitszügen des TGV werde lediglich einer fahren, bei den Regionalzügen fahre nur etwa jeder dritte Zug, so ein Sprecher der Staatsbahn SNCF. Auch Verbindungen in die Nachbarländer sind weiter stark eingeschränkt. Hintergrund des Streiks ist die geplante Rentenreform der Regierung. Präsident Emmanuel Macron will das komplizierte Rentensystem vereinheitlichen. Die Gewerkschaften warnen vor massiven Einschnitten.

 

SPD wählt neue Parteispitze

Beim Parteitag der SPD in Berlin dürften Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans heute zu neuen Vorsitzenden der Partei gewählt werden. Die beiden hatten den Mitgliederentscheid gewonnen. Es wird erwartet, dass der Parteitag danach über die Zukunft in der Regierungskoalition diskutiert. Die Sozialdemokraten bilden zur Zeit zusammen mit CDU und CSU die Regierung; es gibt innerhalb der SPD aber viel Kritik daran. Einige Parteimitglieder fordern, den Koalitionsvertrag in Teilen neu zu verhandeln, um unter anderem Änderungen beim Mindestlohn und dem gerade verabschiedeten Klimapaket zu erreichen.

 

Großer Klimamarsch in Madrid mit Greta Thunberg

Hunderttausende Demonstranten wollen am Freitagabend mit einer Großkundgebung im Zentrum von Madrid den Teilnehmern der Weltklimakonferenz Druck machen. Zu dem Protestmarsch wird auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg erwartet. Die Demonstranten wollen die globalen Entscheidungsträger, die bei der zweiwöchigen Konferenz dabei sind, zu mehr Ehrgeiz und Engagement im Kampf gegen die Erderwärmung ermahnen. UN-Generalsekretär António Guterres hatte die Weltklimakonferenz am Montag eröffnet.

 

Ölkartell OPEC einigt sich auf Förderkürzungen

Die 14 Mitgliedsstaaten des Ölkartells OPEC haben beschlossen, ihre seit Jahren geltende Produktionsbremse, mit der sie die Ölpreise hoch halten wollen, zu verschärfen. Die wichtigsten Ölproduzenten verständigten sich auf eine Drosselung ihrer Ölförderung um weitere 500.000 Barrel pro Tag in den ersten drei Monaten 2020. Weitere Details sollen am Freitag verkündet werden. Die OPEC-Staaten und weitere unabhängige Förderländer, die sogenannten OPEC+, haben die Produktionsbremse 2017 gestartet, um auf die wachsende Förderung von Schiefergas in den USA zu reagieren.

 

Putin bietet USA Abrüstungsschritte an

Bei einem Treffen mit hochrangigen Militärs hat der russische Präsident Wladimir Putin öffentlich angeboten, das sogenannte New-Start-Abkommen zu verlängern. Es gebe dafür keine Vorbedingungen. Der 2010 von den Präsidenten Barack Obama und Dmitri Medwedew abgeschlossene Vertrag begrenzt die Zahl der nuklearen Sprengköpfe auf 1500 und die Anzahl der Trägersysteme auf je 800. Die US-Regierung zeigte bislang wenig Interesse, den Vertrag zu verlängern. Washington und andere westliche Regierungen werfen Moskau im Zusammenhang mit einem anderen Abkommen vor, Abrüstungsvereinbarungen zu verletzen.

 

Bundeskanzlerin Merkel besucht Konzentrationslager Auschwitz

Kanzlerin Angela Merkel besucht erstmals das ehemalige NS-Konzentrationslager Auschwitz. Offizieller Anlass ist das zehnjährige Bestehen der Stiftung Auschwitz-Birkenau. Bund und Länder wollen für die Erhaltung der Gedenkstätte 60 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die Kanzlerin wird im früheren Stammlager Auschwitz an der sogenannten "Schwarzen Wand" eine Gedenkminute abhalten und danach im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau eine Rede halten. In Ausschwitz wurden von den Nationalsozialisten zwischen 1940 und 1945 bis zu 1,5 Millionen Menschen, vor allem Juden, umgebracht.

 

Iran verspricht Angehörigen von unschuldig Getöteten Entschädigung

Im Zusammenhang mit landesweiten Protesten gegen die iranische Führung hat Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei eine Entschädigung angekündigt. Sie soll an Angehörige jener Opfer gezahlt werden, die sich nicht aktiv beteiligt hätten. Das geht aus einer Ankündigung auf Chameneis Website hervor. Bisher hatte die Führung in Teheran nur den Tod von fünf Menschen bestätigt. Amnesty International hingegen geht von mindestens 208 Getöteten aus. Die Proteste hatten sich am 15. November an der Erhöhung der Benzinpreise entzündet. Kurz darauf wurde das Internet weitgehend abgeschaltet.

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