06.11.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 06.11.2013
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Nachrichten

06.11.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der ehemalige israelische Außenminister Avigdor Lieberman ist von einem Gericht in Jerusalem von Korruptionsvorwürfen freigesprochen worden. Die Richter entschieden einstimmig, die Vorwürfe gegen den konservativen Politiker fallenzulassen. Damit ist für den Vorsitzenden der ultrarechten Partei "Unser Haus Israel" der Weg frei für eine Rückkehr auf die politische Bühne. Der 55-Jährige war im vergangenen Jahr von seinem Amt zurückgetreten, nachdem im Zusammenhang mit der Ernennung eines Botschafters der Vorwurf des Betrugs und Amtsmissbrauchs gegen ihn laut geworden war. Liebermans Partei bildet mit der rechtsorientierten Likud-Partei des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ein Wahlbündnis. Netanjahu hielt das Außenamt während des Prozesses für seinen engen Verbündeten frei. Lieberman gilt als scharfer Kritiker des Friedensprozesses mit den Palästinensern.

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Die Palästinenser lehnen weitere Friedensgespräche mit Israel ab, wenn der Bau jüdischer Siedlungen fortgesetzt wird. Das machte ein hochrangiger Vertreter der Palästinenser nach einer konfliktgeladenen Verhandlungsrunde mit israelischen Regierungsgesandten deutlich. US-Außenminister John Kerry, der Ende Juli die Direktverhandlungen nach drei Jahren wieder in Gang gebracht hatte, will an diesem Mittwoch zunächst Israels Präsident Schimon Peres und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Jerusalem sprechen. Anschließend ist in Bethlehem ein Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas geplant.

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Neuer Bürgermeister von New York ist der Demokrat Bill de Blasio. Der 52-Jährige setzte sich bei der Wahl gegen seinen republikanischen Rivalen Joe Lhota durch, wie US-Medien bekanntgaben. De Blasio übernimmt damit zum Januar das Spitzenamt in der Millionenmetropole vom parteilosen Milliardär Michael Bloomberg, der nach zwölf Jahren und drei Amtszeiten nicht mehr antreten durfte. De Blasio war bisher Bürgerbeauftragter der Stadt. Für den Fall eines Siegs hatte er im Wahlkampf versprochen, die Steuern für Reiche anzuheben, um die Betreuung von Kleinkindern zu verbessern. Außerdem wollte er mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen.

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Vor dem Hauptquartier der Kommunistischen Partei in der nordchinesischen Provinz Shanxi sind mehrere Sprengsätze detoniert. Dabei wurde mindestens ein Mensch getötet, acht weitere wurden verletzt. In chinesischen Staatsmedien war von rund 20 beschädigten Fahrzeugen im Umkreis von 100 Metern die Rede. Die Behörden sprachen anschließend von einem "Terrorangriff" uigurischer Islamisten aus der westchinesischen Provinz Xinjiang. Der Vorfall weckt Erinnerungen an einen Vorfall von Ende Oktober auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking mit fünf Toten. Offizielle Stellen machten muslimische Separatisten für die Tat verantwortlich.

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Einige der in München aufgetauchten Kunstwerke sind nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" nach Kriegsende von den Alliierten beschlagnahmt und von diesen von 1945 bis 1950 verwahrt worden. Das Blatt beruft sich auf ihm vorliegende Dokumente. Dabei handele es sich um Protokolle, die US-Vertreter von Befragungen des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt zu dessen Rolle im Dritten Reich anfertigten. Laut dem Zeitungsbericht forderte Gurlitt die Werke mit Erfolg von den Alliierten zurück. Bis auf zwei Bilder sei ihm seine angebliche Privatsammlung 1950 zurückgegeben worden. In der Münchner Wohnung des Kunsthändler-Sohns Cornelius Gurlitt waren etwa 1400 Werke entdeckt worden. Darunter sind nach Angaben der Berliner Kunsthistorikerin Meike Hoffmann auch bislang unbekannte Meisterwerke von Picasso, Dürer, Renoir und Toulouse-Lautrec. Ein Großteil davon scheint Nazi-Raubkunst zu sein, darunter Werke des Expressionismus, Dadaismus, Surrealismus oder Kubismus - Kunstströmungen, die von Adolf Hitler als "entartet" stigmatisiert worden waren.

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Der internationale Seegerichtshof in Hamburg verhandelt den Fall des Greenpeace-Schiffs "Arctic Sunrise" und der 30 in Russland inhaftierten Aktivisten der Umweltschutzorganisation. Die Niederlande, unter deren Fahne der Eisbrecher fährt, haben den Gerichtshof angerufen, um die Freilassung von Schiff und Besatzung zu erreichen. Russland nimmt an der Verhandlung nicht teil und bestreitet die Zuständigkeit des Gerichts. Eine Entscheidung über den Antrag der Niederlande wäre nach Einschätzung von Experten auch ohne russische Teilnahme bindend. - Mitte September hatten russische Behörden die "Arctic Sunrise" im arktischen Meer beschlagnahmt und die Crew festgenommen. Während Greenpeace argumentierte, die Besatzung habe friedlich gegen eine Ölförderplattform des Staatskonzerns Gazprom protestiert, warf ihnen die russische Justiz zunächst Piraterie vor, ersetzte dies dann aber durch den Vorwurf des "Rowdytums".

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