05.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 05.03.2020
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Langsam gesprochene Nachrichten

05.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:05

Nachrichten von Donnerstag, 05.03.2020 – langsam gesprochen als MP3

EU weist Vorgehen der Türkei im Flüchtlingsstreit entschieden zurück

Die Europäische Union hat der Türkei mit Blick auf die angespannte Lage an der Grenze zu Griechenland einen Missbrauch der Krise zu politischen Zwecken vorgeworfen. Die EU weise das Vorgehen Ankaras entschieden zurück, erklärten die EU-Innenminister nach einem Sondertreffen in Brüssel. Die Türkei hatte Brüssel zuvor Bedingungen für eine Lösung des Flüchtlingsstreits gestellt und bestritten, dass sie die EU mit der Grenzöffnung erpressen wolle. Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte, die EU zeige "hohe Solidarität" gegenüber Griechenland.

 

Keine Mehrheit für Aufnahme von 5000 Flüchtlingen aus Griechenland

Die große Koalition hat im Bundestag gegen die Aufnahme von 5000 schutzbedürftigen Flüchtlingen aus Griechenland gestimmt, obwohl zahlreiche Sozialdemokraten einen entsprechenden Antrag der Grünen inhaltlich weitgehend befürworten. Die SPD-Vize-Fraktionsvorsitzende Eva Högl erklärte, in dem Antrag stehe zwar viel Richtiges, notwendig sei aber eine europäische Lösung. Die Grünen hatten gefordert, Deutschland solle 5000 Kinder, Schwangere, alleinreisende Frauen oder schwer Traumatisierte aus den griechischen Flüchtlingslagern aufnehmen.

 

NATO-Generalsekretär: Afghanistan-Abzug nur bei Reduzierung der Gewalt

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat sich mit einem Appell an die radikalislamischen Taliban in Afghanistan gewandt. Ein Abzug westlicher Truppen aus dem Land setze eine Reduzierung der Gewalt voraus. Der NATO-Chef bezog sich damit auf das zwischen den USA und den Taliban am Wochenende unterzeichnete Abkommen. Trotz der Vereinbarung hatten die Aufständischen am Mittwoch Posten der afghanischen Armee angegriffen und mindestens 20 Sicherheitskräfte getötet. Die US-Armee flog daraufhin einen Luftangriff auf Talibankämpfer.

 

Coronavirus: US-Repräsentantenhaus stellt rund acht Milliarden bereit

Das US-Repräsentantenhaus stellt für den Kampf gegen das Coronavirus Finanzmittel in Höhe von 8,3 Milliarden US-Dollar bereit. Das Nothilfegesetz muss allerdings noch vom Senat verabschiedet werden. Es sieht drei Milliarden Dollar für die Entwicklung von Therapien und Impfstoffen vor. 2,2 Milliarden Dollar sollen für die Vorsorge bestimmt sein. Rund 430 Millionen Dollar sind für Hilfe im Ausland vorgesehen. In den USA sind bislang mehr als 100 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Washington.

 

Risiko für Rezession in Deutschland gestiegen

Deutschlands Industrie sieht die Gefahr einer Rezession durch die Ausbreitung des Coronavirus erheblich gestiegen. Das Wirtschaftswachstum drohe "fast zum Erliegen zu kommen", heißt es im neuen Quartalsbericht des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Komme es im zweiten Quartal nicht zu einer wirtschaftlichen Normalisierung in den von der Epidemie betroffenen Ländern, erwartet der BDI für die Bundesrepublik für dieses Jahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Es wäre die erste Rezession seit 2009. Der BDI hatte bisher ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 Prozent erwartet.

 

Jeder fünfte Europäer leidet unter Lärm

Mindestens jeder fünfte Europäer ist in seiner Umgebung gesundheitsschädlichem Lärm ausgesetzt. Das geht aus einem Bericht der EU-Umweltbehörde EEA hervor. So leiden beispielsweise mehr als 100 Millionen Menschen unter einer dauerhaften Lärmbelastung durch Straßenverkehr, rund 22 Millionen EU-Bürger sind von einem ungesund hohen Lärmpegel durch Züge betroffen. Trotz größerer Versuche der Lärmverminderung sei es nicht gelungen, diese Zahlen zu senken, kritisiert die EEA. Durch das Wachstum der Städte in den kommenden Jahren müsse man sogar mit einer Zunahme der Zahl der Betroffenen rechnen. 

 

Ex-UN-Generalsekretär Pérez de Cuéllar mit 100 Jahren gestorben

Der frühere UN-Generalsekretär Javier Pérez de Cuéllar ist im Alter von 100 Jahren gestorben. Perus Präsident Martín Vizcarra würdigte Pérez de Cuéllar als Vollblut-Demokraten. Der 1920 geborene Peruaner war von 1982 bis 1991 als Nachfolger des Österreichers Kurt Waldheim der fünfte Generalsekretär der Vereinten Nationen. 1988 nahm er stellvertretend für die UN-Blauhelme den Friedensnobelpreis entgegen. 

 

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema