04.11.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 04.11.2013
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Nachrichten

04.11.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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US-Außenminister John Kerry hat dem ägyptischen Interims-Kabinett Unterstützung zugesagt. Man werde die Kooperation mit der Übergangsregierung fortsetzen, sagte Kerry in Kairo. Präsident Barack Obama habe das ägyptische Angebot eines "strategischen Dialogs" angenommen. Auf einer Pressekonferenz mit seinem Kollegen Nabil Fahmi mahnte Kerry aber auch freie und faire Wahlen an. An diesem Montag soll in Kairo der Prozess gegen den gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi wegen Anstiftung zum Mord beginnen. Dazu äußerte sich Kerry in der Öffentlichkeit zunächst nicht. Auch zur gewaltsamen Niederschlagung von Protesten der Mursi-Anhänger durch die Sicherheitskräfte nahm er nicht direkt Stellung.

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Serbische Extremisten haben im Kosovo die Kommunalwahl teilweise unterbrochen und damit die Abstimmung in Frage gestellt. Vermummte Rechtsradikale hätten mehrere Wahllokale im Norden der Stadt Mitrovica gestürmt, Wähler verprügelt und die Wahlurnen demoliert, berichteten serbische Medien. Die Polizei habe Tränengas gegen die Angreifer eingesetzt. Der serbische Spitzenpolitiker Krstimir Pantic verlangte die Annullierung der Abstimmung in Mitrovica. Der größte Teil der serbischen Minderheit in Nordkosovo hatte die von der EU durchgesetzte Abstimmung boykottiert, weil sie nicht zum fast nur noch von Albanern bewohnten Kosovo, sondern zu Serbien gehören wollen. Eine erfolgreiche Abstimmung ist die Voraussetzung, dass Serbien im Januar die gewünschten EU-Beitrittsgespräche beginnen kann.

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Aus Protest gegen ein umstrittenes Amnestiegesetz sind in Thailand Tausende Menschen auf die Straße gegangen. In der Hauptstadt Bangkok waren schätzungsweise 10.000 Menschen einem Aufruf der Oppositionspartei der "Demokraten" gefolgt und in einem Protestzug durch die Stadt marschiert. Im Finanzdistrikt wurde eine Station der Hochbahn besetzt, mit der hunderte Menschen jeden Morgen zur Arbeit fahren. Das umstrittene Gesetz war in der Nacht zu Freitag überraschend vom Parlament verabschiedet worden. Die Amnestie soll für alle gelten, die seit 2004 an politischen Unruhen beteiligt waren - also auch für den 2006 gestürzten Regierungschef Thaksin Shinawatra. Die zweite Parlamentskammer, der Senat, will sich spätestens in der kommenden Woche damit befassen. Seine Zustimmung gilt als sicher. Die Opposition will verhindern, dass Thaksin zurückkehrt, ohne eine zweijährige Haftstrafe wegen Amtsmissbrauchs abzusitzen.

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Angesichts der politischen Krise ist der Ausnahmezustand in Tunesien bis Ende Juni 2014 verlängert worden. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur TAP hat dies Präsident Moncef Marzouki entschieden. Eine Begründung wurde nicht angegeben. Tunesien sieht sich seit der Revolution von 2011 mit einem Erstarken islamistischer Kräfte konfrontiert. In den vergangenen Wochen hat sich die Sicherheitslage unübersehbar zugespitzt. Allein im Oktober wurden bei Angriffen neun Polizisten getötet. Erstmals seit 2002 verübten mutmaßlich islamistische Terroristen am Mittwoch einen Anschlag auf ein touristisches Ziel. Am Strand eines Hotels in der Küstenstadt Sousse zündete ein Selbstmordattentäter einen Sprengsatz. Hotelgäste oder Mitarbeiter kamen nicht zu Schaden.

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Die USA wollen in Kürze sechs hoch entwickelte Flugzeuge an Israel liefern. Wie die Tageszeitung "Haaretz" berichtete, könnte mit den Senkrechtstartern vom Typ V-22 Osprey eine ganze Kompanie von Elitesoldaten bis weit in den Iran vordringen, ohne vom Radar erfasst zu werden und auf Landebahnen angewiesen zu sein. Laut "Haaretz" liegen die Gesamtkosten inklusive Training und Bodenpersonal bei einer halben Milliarde Dollar (rund 370 Millionen Euro). Sie sollen aus der US-Militärhilfe für Israel finanziert werden. Bisher setzte nur die US-Luftwaffe diese hoch entwickelten Flugzeuge ein, unter anderem im Irak und in Afghanistan.

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