04.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 04.04.2020
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Langsam gesprochene Nachrichten

04.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:06

Nachrichten von Samstag, 04.04.2020 – langsam gesprochen als MP3

China gedenkt der Coronatoten

Mit drei Schweigeminuten hat China der Toten durch das neue Coronavirus gedacht. Landesweit heulten am chinesischen Totengedenktag um 10.00 Uhr Ortszeit die Sirenen. Auch hupten Autos und Schiffe ließen ihre Hörner ertönen. Die Nationalflaggen auf öffentlichen Gebäuden und in chinesischen Botschaften weltweit wehten auf halbmast. Das Gedenken sei zu Ehren der Märtyrer und Landsleute, die im Kampf gegen die Epidemie ums Leben gekommen seien, teilte der Staatsrat mit. 

 

Müller befürchtet neue Gewalt durch Corona in Afrika

Entwicklungsminister Gerd Müller befürchtet, dass die Corona-Pandemie in Afrika zum Ausbruch neuer Gewalt bis hin zu Bürgerkriegen führen könnte. Müller sprach von einer dramatischen Lage. Mit einer Verzögerung von zwei Monaten komme das Virus jetzt in den Entwicklungs- und Schwellenländern an. Die wirtschaftlichen Verwerfungen der Krise träfen Afrika mit voller Wucht. Millionen Menschen hätten bereits ihre Arbeit verloren und verfügten über keinerlei Absicherung, sagte der CSU-Politiker.

 

Trump rät zum Tragen von Gesichtsmasken

Die US-Regierung rät entgegen einer bisher geltenden Richtlinie nun auch zum Tragen von Gesichtsmasken, um sich vor der Ausbreitung des Coronavirus zu schützen. Verpflichtend sei dies nicht, sagte US-Präsident Donald Trump bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus. Er fügte hinzu: "Ich habe mich entschieden, es nicht zu tun." Der US-Präsident hatte die Pandemie zu Beginn verharmlost. In den USA haben sich mehr als 273.000 Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt und damit so viele, wie in keinem anderem Land. Die Zahl der Toten stieg innerhalb von 24 Stunden um mehr als 1000 auf 7141.

 

Weitere Entlassung in der Ukraine-Affäre

US-Präsident Donald Trump entlässt den Generalinspekteur der Geheimdienste, Michael Atkinson. Der 55-Jährige spielte eine zentrale Rolle in der Ukraine-Affäre. Sie führte zum Amtsenthebungsverfahren gegen Trump, das aber vom Senat abgelehnt wurde. In einem Brief an die Vorsitzenden der Geheimdienstausschüsse im Senat und im Repräsentantenhaus schrieb Trump nun, er habe das Vertrauen in Atkinson verloren. Der hatte die Beschwerde eines Whistleblowers weitergeleitet, wonach Trump den ukrainischen Präsidenten zu Ermittlungen gegen seinen demokratischen Rivalen Joe Biden gedrängt haben soll.

 

40.000 deutsche Urlauber noch im Ausland

Das Auswärtige Amt geht davon aus, dass in der Corona-Krise aktuell noch mehr als 40.000 deutsche Reisende im Ausland festsitzen. Die Angaben beruhten auf Schätzungen, teilte das Ministerium mit. Die meisten Deutschen sind demnach noch in Südafrika, Neuseeland und Peru. Insgesamt seien bislang 194.000 deutsche Touristen zurückgeholt worden, sagte Außenminister Heiko Maas nach Beratungen mit seinen 26 EU-Amtskollegen. Er sprach von einem logistischen Husarenstück für alle Beteiligten. An manchen Tagen seien 20 Flugzeuge zugleich in der Luft gewesen, um Deutsche zurückzubringen.

 

Spitzenrating für Deutschland trotz Corona-Krise

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat Deutschlands Spitzenbewertung trotz der Pandemie bestätigt. Das Land halte seine Topnote "AAA" für die Kreditwürdigkeit, erklärten die Bonitätswächter. In der Bewertung spiegele sich der starke finanzielle Puffer, über den Deutschland verfüge, hieß es bei S&P. Die staatlichen Finanzen seien in einem guten Zustand und ermöglichten eine starke Reaktion auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. Die Ratingagentur geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr in Deutschland um 1,9 Prozent schrumpfen wird.

 

Großes Hilfspaket für den Mittelstand wegen Corona

Die Bundesregierung plant wegen der Coronavirus-Pandemie ein zusätzliches riesiges Hilfspaket, um im Mittelstand eine Pleitewelle zu verhindern. Im Gespräch ist, Kredite für mittelständische Firmen für eine begrenzte Zeit mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abzusichern. Die Höchstgrenze könnte bei 500.000 Euro pro Firma liegen. Die EU-Kommission hat hierfür schon den Weg geebnet. Sie genehmigte Programme, bei denen Mitgliedstaaten beispielsweise zinslose Kredite vergeben oder eine 100-prozentige Risikohaftung übernehmen können.

 

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