03.08.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 03.08.2020
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Langsam gesprochene Nachrichten

03.08.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei

Audio anhören 09:14

Nachrichten von Montag, 03.08.2020 – langsam gesprochen als MP3

Anti-Corona-Demo entfacht Debatte über Demonstrationsrecht

Nach den massenhaften Verstößen gegen die deutschen Corona-Auflagen bei der Demonstration am Samstag wird nun über die Grenzen der Versammlungsfreiheit diskutiert. Diese sei "ein besonders wichtiges Rechtsgut", sagte Justizministerin Christine Lambrecht. Die Auflagen zur Eindämmung der Pandemie müssten aber eingehalten werden, um andere nicht zu gefährden. Der Unions-Innenexperte Armin Schuster nannte Proteste wie in Berlin "eine Gefahr für die Allgemeinheit". Er hält es für verhältnismäßig, solche Versammlungen "nur noch unter sehr viel strengeren Auflagen oder gar nicht zu genehmigen".

 

Großbritannien führt Covid-19-Schnelltests ein

Zur Eindämmung des Coronavirus will Großbritannien neue Schnelltests einführen. Damit könnte das Virus innerhalb von 90 Minuten nachgewiesen werden, sagte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock. Rund 5,8 Millionen DNA- und 450.000 Abstrichtests sollen zur Verfügung stehen. Im Großraum Manchester hat sich die Coronavirus-Lage weiter verschlechtert. Die Behörden riefen dort einen "schwerwiegenden Vorfall" aus. Premier Boris Johnson hatte schon zuvor in ganz England geplante Lockerungsmaßnahmen in der Corona-Krise für mindestens 14 Tage gestoppt.

 

Mehrere Tote bei Angriff auf Gefängnis in Afghanistan

Nur wenige Stunden vor dem Ende einer dreitägigen Waffenruhe in Afghanistan haben Angreifer ein Gefängnis attackiert. Sie zündeten zunächst eine Autobombe und stürmten dann die zentrale Haftanstalt in der Provinz Nangarhar. Es entwickelte sich ein heftiges Gefecht mit Sicherheitskräften. Zahlreiche Gefangene konnten derweil entkommen. Mindestens drei Menschen wurden getötet. Die IS-Terrormiliz bekannte sich zu der Attacke. Die radikalislamischen Taliban, die in Friedensverhandlungen mit der Regierung stehen, wiesen jede Verantwortung von sich.

 

Oppositionsparteien in Venezuela kündigen Boykott der Parlamentswahl an

Die wichtigsten Oppositionsparteien in Venezuela wollen die Parlamentswahl am 6. Dezember boykottieren. In einer gemeinsamen Erklärung warfen sie Präsident Nicolás Maduro vor, keinen fairen Wahlkampf zuzulassen und die Abstimmung fälschen zu wollen. Die Erklärung wurde von 27 Parteien und Organisationen unterzeichnet. Maduro hofft auf eine Machtübernahme im Parlament, das derzeit die einzige staatliche Institution ist, die von der Opposition kontrolliert wird. Diese letzte Bastion droht die Opposition in dem südamerikanischen Krisenstaat zu verlieren.

 

SpaceX bringt zwei US-Astronauten zurück zur Erde

Zum ersten Mal seit neun Jahren hat eine bemannte US-Kapsel wieder eine erfolgreiche Weltraum-Mission absolviert. Nach 64 Tagen im All sind die beiden US-Astronauten Bob Behnken und Doug Hurley von der Internationalen Raumstation ISS auf die Erde zurückgekehrt. Die Kapsel des Raumfahrzeugs "Crew Dragon" des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX ist wie vorgesehen im Golf von Mexiko gelandet. Seit dem Ende des Space-Shuttle-Programms der NASA waren die USA auf russische Raketen angewiesen gewesen.

 

Italien feiert die neue Brücke in Genua

Knapp zwei Jahre nach dem verheerenden Brückeneinsturz in Genua wird am Abend der Neubau eingeweiht. Die neue San-Giorgio-Brücke des Star-Architekten Renzo Piano wurde im Eiltempo errichtet, sogar während der Corona-Hochphase in Italien. In Erinnerung an die Opfer des Einsturzes soll die Zeremonie im Beisein von Staatspräsident Sergio Mattarella und Regierungschef Giuseppe Conte eher bescheiden ausfallen. Ab Mittwoch soll der Verkehr über die neue Brücke rollen. Die fast 1200 Meter lange Morandi-Autobahnbrücke war am 14. August 2018 kollabiert. 43 Menschen kamen ums Leben.

 

Sorge um Benedikt XVI

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. soll schwer erkrankt sein. Der 93-Jährige leide seit seiner Regensburg-Reise ans Sterbebett seines Bruders an einer Gesichtsrose, berichtet die "Passauer Neue Presse". Das Blatt bezieht sich auf Papst-Biograf Peter Seewald, der Benedikt am Samstag getroffen hat. Demnach zeigte sich der emeritierte Papst trotz der äußerst schmerzhaften Viruserkrankung optimistisch. Benedikt XVI. hatte im Juni fünf Tage lang seinen schwer kranken Bruder Georg Ratzinger in Regensburg besucht. Dieser starb nur wenig später im Alter von 96 Jahren.

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