03.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 03.01.2020
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Langsam gesprochene Nachrichten

03.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:17

Nachrichten von Freitag, 03.01.2020 – langsam gesprochen als MP3

Iran droht nach US-Luftangriff mit Vergeltung

Nach dem Tod eines iranischen Kommandeurs durch einen US-Luftangriff im Irak hat die iranische Führung mit Vergeltung gedroht. Sein Land sei noch entschlossener, den USA Widerstand zu leisten, sagte der iranische Präsident Hassan Rohani im Staatsfernsehen. Der geistliche Führer des muslimischen Landes, Ajatollah Ali Chamenei, bezeichnete die Verantwortlichen für den Luftschlag als "Kriminelle" und schrieb, sie erwarte "schwere Rache". Die USA hatten auf Befehl von Präsident Donald Trump einen Konvoi im Irak mit Raketen beschossen und dabei auch den iranischen General Ghassem Soleimani getötet.

 

Australische Marine evakuiert von Feuer eingeschlossenen Küstenstreifen

Die australische Marine hat viele Menschen in Sicherheit gebracht, die zwischen Feuern und Ozean eingeschlossen waren. Nach Angaben von Premierminister Scott Morrison wurden mehr als 1000 Menschen bei der Stadt Malacoota gerettet. Sie hatten seit dem Neujahrstag mit ihren Haustieren und wenigen Habseligkeiten dort ausgeharrt. Um den Jahreswechsel hatten die seit Monaten wütenden Brände noch einmal drastisch an Intensität gewonnen, in mehreren Bundesstaaten gilt der Notstand. Meteorologen rechnen weiter mit Hitze über 40 Grad. Landesweit starben durch die Feuer bisher mindestens 19 Menschen.

 

Zahl der Toten nach Überschwemmungen in Indonesien steigt weiter

Während die Fluten im Großraum der indonesischen Hauptstadt Jakarta langsam zurückgehen, finden Einsatzkräfte immer mehr Tote. Die Katastrophenschutzbehörde des Inselstaates hat bislang 43 Opfer bestätigt. Mehr als 190.000 Menschen sind weiter in Notunterkünften untergebracht. Unterdessen laufen dort, wo die Wassermassen bereits abgeflossen sind, die Aufräumarbeiten. In Indonesien herrscht Regenzeit, Meteorologen haben bereits die nächsten Starkregenfälle vorhergesagt. Die Regierung will mit Flugzeugen Chemikalien in Regenwolken ausbringen, damit diese über dem Ozean abregnen.

 

Regierungskritiker in Algerien aus der Haft entlassen

In Algerien sind 76 Regierungskritiker aus dem Gefängnis freigelassen worden. Unter ihnen ist der 86-jährige Lakhdar Bouregaa, der schon gegen die französische Kolonialherrschaft kämpfte. Er ist zudem Gründer einer der ältesten Oppositionsparteien des Landes. Alle anderen Freigelassenen sind Mitglieder der Protestbewegung "Hirak". In dem Maghreb-Staat fordern Demonstranten seit Monaten weitreichende Reformen und die Schaffung demokratischer Institutionen. Die Präsidentschaftswahl Anfang Dezember gewann mit dem früheren Regierungschef Abdelmadjid Tebboune ein Vertreter der alten Eliten.

 

Tote bei Absturz von Lazarettmaschine in Darfur

In der sudanesischen Region Darfur sind, wie erst jetzt bekannt wurde, zu Wochenbeginn bei Kämpfen rivalisierender Volksgruppen fast 50 Menschen getötet und mehr als 240 verletzt worden. Die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen arabischen und afrikanischen Stämmen brachen in Al-Geneina aus, der Hauptstadt des Bundesstaates West-Darfur. Mit einer Lazarettmaschine des Militärs sollten einige der bei den Unruhen verletzten Menschen zur medizinischen Behandlung nach Khartum ausgeflogen werden. Das Flugzeug vom Typ Antonow 12 stürzte kurz nach dem Start ab. Alle 18 Insassen kamen ums Leben.

 

Katalanen beenden politische Blockade in Madrid

Der Weg zur Wiederwahl von Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez ist offenbar frei. Die 13 Abgeordneten der katalanischen Partei ERC wollen dem Vorsitzenden der Sozialistischen Arbeiterpartei PSOE bei der Abstimmung im Parlament mit ihrer Enthaltung ins Amt helfen. Die PSOE hat mit dem linken Bündnis Podemos eine Koalition vereinbart und sich die Unterstützung mehrerer Regionalparteien gesichert. Für eine Mehrheit ist Sánchez aber auf die Enthaltungen der ERC-Abgeordneten angewiesen. Die Opposition kritisiert, Sánchez mache sich zur "Geisel" der katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter.

 

Mittelmeerstaaten unterzeichnen Abkommen zu Gas-Pipeline Eastmed

Zypern, Griechenland und Israel haben ein Grundsatzabkommen für den geplanten Bau der Gas-Pipeline Eastmed unterzeichnet. An der Zeremonie in der griechischen Hauptstadt Athen nahmen Regierungschef Kyriakos Mitsotakis, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der zyprische Präsident Nikos Anastasiades teil. Als Nächstes soll das Projekt ausgeschrieben werden, für das sich dann private Investoren bewerben können. Die gut 2000 Kilometer lange Mittelmeer-Pipeline soll von 2025 an israelisches Erdgas nach Europa liefern. Die Baukosten könnten sich auf mehr als sechs Milliarden Euro belaufen.

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