02.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 02.09.2013
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Nachrichten

02.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Im einzigen Fernsehduell vor der Bundestagswahl haben sich Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Kandidat Peer Steinbrück am Sonntagabend in Berlin einen teils heftigen Schlagabtausch geliefert. Angesichts des klaren SPD-Rückstands in allen Umfragen ging der Herausforderer in die Offensive. Steinbrück machte Merkel für "Stillstand" und soziale Ungerechtigkeit in Deutschland verantwortlich. Die Kanzlerin zog dagegen eine zufriedene Bilanz von Schwarz-Gelb. Man habe gezeigt, dass man es könne - und das in einer schwierigen Zeit. Insgesamt blieb die Debatte sachlich - und aus Sicht der Zuschauer ohne eindeutigen Sieger.

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Ägyptens gestürzter Präsident Mohammed Mursi muss wegen Anstiftung zum Mord vor Gericht. Dem ehemaligen Staatschef werde zusammen mit 14 weiteren Verantwortlichen und Muslimbrüdern der Prozess wegen dieses Anklagepunktes gemacht, teilte die Staatsanwaltschaft in Kairo mit. Mursi müsse sich dabei für den Tod von mindestens sieben Demonstranten verantworten, die Anfang Dezember 2012 getötet worden waren. Ein Termin für den Prozess wurde zunächst nicht genannt.

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Nach dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz im syrischen Bürgerkrieg hat die Arabische Liga die Weltgemeinschaft zum Vorgehen gegen die Führung in Damaskus aufgefordert. Die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft müssten "abschreckende und notwendige Maßnahmen" gegen die Verursacher dieses Verbrechens einleiten, für das das syrische Regime die Verantwortung trage, hieß es in der Abschlusserklärung eines Außenministertreffens der Organisation am Sonntag in Kairo. Die Verantwortlichen für den Giftgasangriff müssten als Kriegsverbrecher vor Gericht gestellt werden. Allerdings zeigte sich die Liga in dieser Frage gespalten, denn nicht alle Mitgliedsstaaten trugen die Resolution mit.

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In Mexiko ist es bei Protesten gegen eine Reihe von Reformvorhaben der Regierung zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Anhänger anarchistischer Gruppen griffen die Beamten in Mexiko-Stadt mit Metallstangen, Steinen und Brandsätzen an. Die Sicherheitskräfte feuerten Tränengas in die Menge. Anlässlich der Vorstellung des ersten Rechenschaftsberichts von Präsident Enrique Peña Nieto hatten Gewerkschaften, Studentenverbände und politische Gruppen zu einer Großdemonstration aufgerufen. Nach Polizeiangaben gingen rund 8000 Menschen gegen die jüngsten Reformen im Energie- und Bildungssektor auf die Straße.

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Senegals Präsident Macky Sall hat seiner gesamten Regierung den Laufpass gegeben. Ohne Angabe von Gründen setzte der Staatschef am Sonntag den seit 17 Monaten amtierenden Ministerpräsidenten Abdoul Mbaye sowie das Kabinett mit sofortiger Wirkung ab. Zur neuen Regierungschefin des westafrikanischen Landes ernannte Sall die ehemalige Justizministerin Aminata Touré, die als treibende Kraft bei den Bemühungen zur Bekämpfung der Korruption gilt. Sall hatte sich im März 2012 bei der Präsidentenwahl gegen den langjährigen Staatschef Wade durchgesetzt.

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Zwei deutsche Schulen, die der Bundeswehr Auftritte im Unterricht und Werbeveranstaltungen untersagen, sind mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet worden. Das Berliner Robert-Blum-Gymnasium und die Käthe-Kollwitz-Schule in Offenbach, seien die ersten Schulen gewesen, die angesichts der verstärkten Werbung der Bundeswehr entsprechende Beschlüsse gefasst hätten, hieß es zur Begründung. Als internationaler Preisträger wurde die Internationale Schule in Dohuk im Nordirak ausgezeichnet, die Kinder aller Ethnien und Religionen unterrichtet. Mit dem Aachener Friedenspreis werden seit 1988 Menschen und Gruppen geehrt, die sich an der Basis für Frieden und Verständigung einsetzen. Die symbolisch mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung wird jedes Jahr am 1. September, dem Antikriegstag, verliehen.

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