02.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 02.04.2020
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Langsam gesprochene Nachrichten

02.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:25

Nachrichten von Donnerstag, 02.04.2020 – langsam gesprochen als MP3

In Deutschland jetzt deutlich mehr als 70.000 Corona-Fälle registriert

Die Corona-Krise breitet sich auch in Deutschland weiter aus: Nach den jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist die Zahl der Infizierten und Toten binnen 24 Stunden wieder deutlich gestiegen. Das RKI meldet 73.522 bestätigte Infektionsfälle, 6156 mehr als am Mittwoch. 872 Menschen seien im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore spricht dagegen schon von knapp 78.000 Infizierten und 931 Todesfällen. Besonders betroffen von der Pandemie sind weiter die Bundesländer Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

 

Corona-Krise: Kontaktbeschränkungen bis zum 19. April ausgedehnt

Die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise werden in Deutschland bis mindestens zum 19. April verlängert. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder mit. Am Dienstag nach Ostern wollen sie die Lage neu bewerten. Kontakte zu Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Haushalts sollten auf ein absolutes Minimum reduziert werden, so Merkel. Sie mahnte, die Menschen in Deutschland sollten generell auf private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - verzichten. "Eine Pandemie kennt keine Feiertage", betonte die Kanzlerin.

 

13 EU-Staaten befürchten Gefahr für Demokratie

Mehr als ein Dutzend EU-Staaten haben sich besorgt über den Fortbestand der Demokratie gezeigt, sollten die Notfallmaßnahmen in der Corona-Krise zu drastisch ausfallen. Notmaßnahmen sollten auf das Nötigste begrenzt werden, verhältnismäßig und befristet sein, regelmäßig überprüft werden und die Grundsätze von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wahren. Unterzeichner der von den Niederlanden veröffentlichten und mit getragenen Erklärung sind Deutschland, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Portugal, Spanien und Schweden.

 

UN-Klimakonferenz in Glasgow wird verschoben

Die Coronavirus-Pandemie bremst nun auch die Klimadiplomatie aus. Der für November im schottischen Glasgow geplante Weltklimagipfel COP26 wurde abgesagt. Die Entscheidung wurde gemeinsam vom Klimasekretariat der Vereinten Nationen und den Veranstaltern Großbritannien und Italien getroffen. UN-Klimasekretärin Patricia Espinosa erklärte, die Verschiebung sei angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus unvermeidlich. Auf lange Sicht sei der Klimawandel aber die deutlich größere Bedrohung für die Menschheit. Der Gipfel soll im kommenden Jahr nachgeholt werden. Einen Termin gibt es noch nicht.

 

Algerien und Irak entlassen Tausende Häftlinge wegen Coronavirus

Offenbar aus Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus sollen in Algerien und im Irak Tausende Gefangene entlassen werden. Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune erließ ein Dekret zur Begnadigung von mehr als 5000 Häftlingen. Ausgenommen sind Häftlinge, die wegen Terrorismus, Vergewaltigung, Mord und anderer schwerer Delikte verurteilt wurden. In Algerien wurden 716 Corona-Infektionen gemeldet, es gab 44 Todesopfer. Im Irak ordneten die Gerichte die Freilassung von mehr als 750 Häftlingen an. Dort wurden bisher 715 Infektionen gemeldet, darunter 50 Todesfälle.

 

Wegen Coronavirus: Tennis-Klassiker in Wimbledon fällt 2020 aus

Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg fällt Wimbledon aus. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie werde das bedeutendste Tennis-Turnier der Welt in diesem Jahr auch nicht zu einem anderen Termin nachgeholt, teilten die Organisatoren mit. Ursprünglich sollte der Rasen-Klassiker vom 29. Juni bis 12. Juli in London ausgetragen werden. Nun soll die 134. Auflage der prestigeträchtigen Veranstaltung vom 28. Juni bis 11. Juli 2021 stattfinden. Es ist das erste Mal seit 75 Jahren, dass das Turnier nicht stattfindet.

 

Tornados nach Anti-IS-Einsatz zurück in Deutschland

Vier Tornado-Aufklärungsjets der Bundeswehr sind nach mehr als vierjährigem Einsatz im Rahmen des internationalen Kampfes gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) nach Deutschland zurückgekehrt. Die Maschinen landeten auf einem Luftwaffenstützpunkt in Schleswig-Holstein sowie einem Fliegerhorst in Rheinland-Pfalz, teilte die Luftwaffe mit. Die zunächst im türkischen Incirlik und später in Jordanien stationierten Tornados absolvierten fast 2500 Einsatzflüge. Die Bundeswehr unterstützte die internationale Militärkoalition gegen den IS im Irak und in Syrien seit 2016 mit Aufklärungsflügen.

 

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