02.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 02.04.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

02.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Montag, 2. April 2018 – langsam gesprochen als MP3

China setzt angedrohte Strafzölle gegen USA um:

Als Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle hat China 128 US-Produkte mit Zöllen zwischen 15 und 25 Prozent belegt. Betroffen sind nach Angaben des chinesischen Finanzministeriums unter anderem Wein, Schweinefleisch und Früchte. Die bereits zuvor von Peking angedrohten Vergeltungszölle, deren Umfang auf rund drei Milliarden US-Dollar beziffert wird, folgen auf von den USA umgesetzte Strafen für die Einfuhr von Stahl- und Aluminium, die vor einer Woche in Kraft traten. Noch keine konkreten Gegenmaßnahmen hat Peking gegen weitere von US-Präsident Donald Trump angedrohte Strafen im Umfang von bis zu 60 Milliarden Dollar angekündigt. Trumps Handelsbeauftragter Robert Lighthizer soll die Zölle, die mit unfairen Handelspraktiken und Diebstahl geistigen Eigentums begründet werden, innerhalb von zwei Monaten ausarbeiten.

 

Trump droht Mexiko mit Ende von NAFTA:

US-Präsident Donald Trump hat Mexiko mit dem Ende des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens, NAFTA, gedroht. Als Grund nannte Trump den aus seiner Sicht unzureichenden Grenzschutz Mexikos. Das Land unternehme wenig, um Menschen daran zu hindern, in die USA zu kommen. Mexiko lache über die lächerlichen Einwanderungsgesetze der USA, schrieb Trump auf Twitter. Die mexikanische Regierung müsse den "Strom von Drogen und Menschen" stoppen, sonst werde er "ihren Goldesel" NAFTA stoppen, so der US-Präsident. Das Abkommen wird derzeit auf Druck Trumps neu verhandelt. Zudem erklärte Trump über Twitter, dass er keine Abmachung mehr für das sogenannte "DACA"-Programm wolle. "DACA" bietet jungen Migranten einen temporären Schutz vor einer Abschiebung. Trump hatte die Initiative im vergangenen September beendet und dem Kongress sechs Monate Zeit für eine Neuregelung gegeben. Mehrere Anläufe dafür scheiterten. Das Programm läuft derzeit aber wegen juristischer Auseinandersetzungen weiter.

 

Carlos Alvarado gewinnt Präsidentschaftswahl in Costa Rica:

Aus der Stichwahl um das Präsidentenamt in Costa Rica ist der liberale Bewerber Carlos Alvarado als Sieger hervorgegangen. Der 38-jährige Kandidat der Regierungspartei PAC setzte sich gegen seinen gleichnamigen, aber nicht verwandten Konkurrenten Fabricio Alvarado (43) durch, wie die Wahlkommission bekannt gab. Auf Carlos Alvarado entfielen demnach mehr als 61 Prozent der Stimmen. Der sozialdemokratische Carlos Alvarado, Hobby-Rocksänger und ehemaliger Arbeitsminister, steht für liberale Positionen in gesellschaftlichen Fragen. Er wird sich mit einer schweren Krise des Staatshaushalts, Korruptionsaffären und ansteigender Drogenkriminalität auseinandersetzen müssen. Das Staatsdefizit betrug 2017 knapp sechs Prozent des Bruttoinlandprodukts.

 

Raumlabor "Tiangong 1" über Pazifik abgestürzt:

Das chinesische Weltraumlabor "Tiangong 1" ist über dem Südpazifik in die Erdatmosphäre eingetreten und dabei "größtenteils" verglüht. Die übrigen Teile stürzten ins Meer, wie die Raumfahrtbehörde CMSEO in Peking mitteilte. China, das ein ehrgeiziges Raumfahrtprogramm unterhält, hatte "Tiangong 1" im September 2011 im Weltall ausgesetzt. Auf dem Außenposten koppelten mehrere bemannte und unbemannte Raumschiffe an, doch seit 2013 hatte kein Taikonaut mehr das Labor betreten. Im September 2016 schickte China den Nachfolger "Tiangong 2" ins All. Bis 2022 soll daraus eine große, ständig bemannte Raumstation entstehen.

 

Guatemalas Ex-Diktator Ríos Montt ist tot:

Der ehemalige Diktator von Guatemala, Efraín Ríos Montt, ist am Ostersonntag im Alter von 91 Jahren gestorben. Dies bestätigte sein Rechtsanwalt Luis Rosales der Zeitung "Prensa Libre". Der Ex-General stand seit längerem unter Hausarrest. Gegen ihn lief ein Prozess wegen Völkermords. Ríos Montt war angeklagt, während der von ihm angeführten Militärdiktatur in den Jahren 1982 und 1983 für den Tod von 1771 Mitgliedern des Maya-Volks der Ixil verantwortlich zu sein. Er war dafür bereits 2013 zu 80 Jahren Haft verurteilt worden. Aufgrund von Verfahrensfehlern wurde der Schuldspruch jedoch wenige Tage später wieder aufgehoben. Ein neuer Prozess wurde erst im vergangenen Jahr wieder aufgenommen.

 

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