01.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 01.09.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

01.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:28

Nachrichten von Samstag, 01.09.2018 – langsam gesprochen als MP3

Brasiliens Lula darf nicht kandidieren

Brasiliens inhaftierter Ex-Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva darf bei der Präsidentenwahl nicht kandidieren. Das entschied das Oberste Wahlgericht. Der Staatschef der Jahre 2003 bis 2010 verbüßt wegen Korruption eine zwölfjährige Haftstrafe. Dessen ungeachtet hatte er sich für die Wahl am 7. Oktober als Spitzenkandidat der linken Arbeiterpartei eingeschrieben. Ein von ihm selbst eingebrachtes Gesetz verbietet aber die Kandidatur von Vorbestraften. Generalstaatsanwältin Raquel Dodge und eine Reihe rechter Politiker hatten Beschwerde gegen die Kandidatur des beliebten Politikers eingelegt.

 

Keine US-Hilfe mehr für Palästinenser-Hilfswerk der UN

Die USA stoppen ihre Zahlungen für das Flüchtlingsprogramm der Vereinten Nationen für die Palästinenser, UNRWA. Die USA müssten einen überproportionalen Teil der Last schultern, hieß es zur Begründung. Präsident Donald Trump hatte bereits zu Jahresbeginn amerikanische Hilfen für die Palästinenser auf Eis gelegt, weil diese seiner Ansicht nach für den Stillstand im Friedensprozess mit Israel verantwortlich sind. Das UN-Hilfswerk wurde 1949 gegründet und unterstützt heute rund fünf Millionen Palästinenser.

 

Gespräche über Freihandel zwischen Kanada und USA liegen auf Eis

Die Gespräche über ein neues nordamerikanisches Freihandelsabkommen zwischen den USA und Kanada sind vorerst gestoppt. Am kommenden Mittwoch sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden. Möglicherweise hat eine Indiskretion die Gespräche zum Erliegen gebracht. US-Präsident Donald Trump hatte in einem vertraulichen Gespräch mit der Nachrichtenagentur Bloomberg gesagt, dass er nicht zu Kompromissen bei Zöllen auf Molkereiprodukte bereit sei. Diese Information gelangte an die Öffentlichkeit und soll die Kanadier verärgert haben. 

 

UN-Mission muss Nicaragua verlassen

Die Regierung Nicaraguas hat eine Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen des Landes verwiesen. Die UN-Gruppe hatte zuvor einen Bericht vorgelegt, der der Regierung des mittelamerikanischen Landes Repression gegen Demonstranten vorwarf. Präsident Daniel Ortega nannte das UN-Hochkommissariat daraufhin ein "Instrument von Terrorpolitik, Lüge und Niedertracht". Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten sind bisher mindestens 450 Menschen bei Protesten gegen die Regierung ums Leben gekommen.

 

Großes Polizeiaufgebot in Chemnitz

Die sächsische Landespolizei wird bei den für diesen Samstag geplanten Großdemonstrationen in Chemnitz von Beamten aus Hessen und Nordrhein-Westfalen unterstützt. Es wurden mehrere Kundgebungen von rechten Gruppen angemeldet. Gewerkschaften, SPD, Grüne und Linke haben zu einer Gegenkundgebung aufgerufen. Wegen des geplanten Polizeieinsatzes wurde bereits das für heute in Dresden geplante Zweitliga-Fußballspiel Dynamo Dresden gegen den Hamburger SV abgesagt. Laut Landespolizeipräsident Jürgen Georgie werden Krawalle erwartet.

 

AfD-Besuchergruppe benimmt sich in Gedenkstätte daneben

Eine AfD-Gruppe aus dem Wahlkreis von Fraktionschefin Alice Weidel hat einem Medienbericht zufolge in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen mit rechten Äußerungen provoziert. Dies bestätigte der Sprecher der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Horst Seferens, dem "Tagesspiegel". Einige AfD-Besucher hätten die KZ-Verbrechen relativiert und verharmlost und die Existenz von Gaskammern bezweifelt, so Seferens. Der Besuch in der Gedenkstätte fand demnach bereits im Juli statt, wurde aber zunächst nicht angezeigt. Der brandenburgischen Landesregierung sei der Vorfall seit Wochen bekannt.

 

Evakuierung nach Explosion auf Raffineriegelände bei Ingolstadt

Nach einer Explosion und einem Großbrand auf dem Gelände der Firma Bayernoil müssen 1800 Menschen aus Vohburg an der Donau ihre Wohnungen verlassen. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme wegen der starken Rauchentwicklung, sagte ein Polizeisprecher. Acht Menschen seien verletzt worden. Auf dem Betriebsgelände östlich der Großstadt Ingolstadt gab es am frühen Samstagmorgen aus bislang ungeklärter Ursache eine Explosion. Dann entwickelte sich ein Großbrand in der Flüssiggas- und Flüssigbenzinanlage des Gaskraftwerks. Mehr als 200 Feuerwehrleute sind im Einsatz.

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