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‍Noch eine Haftstrafe für Pakistans Ex-Premier Khan

20. Dezember 2025

Ein pakistanisches Gericht hat den früheren Ministerpräsidenten Imran Khan und seine Frau Bushra Bibi in einem weiteren Korruptionsfall zu jeweils siebzehn Jahren Haft verurteilt. Es geht um Luxusuhren.

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Pakistans Ex-Premier Khan zu mehrjähriger Haft verurteilt
Pakistans Ex-Premier Khan zusammen mit seiner Ehefrau Bushra Bibi Bild: Arif AliAFP

Die wertvollen Uhren hatte Khan vom saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman ⁠bei offiziellen ‍Besuchen überreicht bekommen. Die Staatsanwaltschaft warf Khan und seiner Frau vor, diese Uhren unter Verstoß gegen die pakistanischen Geschenkregeln zu einem ⁠stark reduzierten Preis vom Staat erworben zu haben.

14 Jahre Haft standen schon im Raum

Die Haftstrafe setze sich aus zehn Jahren wegen Untreue und weiteren sieben Jahren nach den Anti-Korruptions-Gesetzen von Pakistan zusammen, teilte das ‍Gericht mit. Nach Angaben von Informationsminister Attaullah Tarar muss Khan ​die ​neue Strafe nach Verbüßung einer bereits verhängten 14-jährigen Haftstrafe antreten.

Anhänger Imran Khan Protest Adiala Gefängnis
Immer wieder gibt es in Pakistan Demonstrationen bei denen eine Freilassung von Imran Khan und seiner Frau gefordert wird (Archivbild)Bild: Salahuddin/REUTERS

Der frühere Kricket-Star sitzt seit August 2023 im Gefängnis und verbüßt dort eine Haftstrafe in einem anderen Fall, bei dem es um Landenteignung geht. Er sieht sich mit Dutzenden von Anklagen konfrontiert, die von Korruption über ‍Terrorismus bis hin zum Verrat von Staatsgeheimnissen reichen. Khan hat in allen Fällen ein Fehlverhalten bestritten und die Verfahren als politisch ​motiviert bezeichnet.

Anwälte Khans gehen in Berufung

Bei dem aktuellen Urteil handelt es sich um einen separaten Fall im Zusammenhang mit staatlichen Geschenken, die in ⁠Pakistan als "Toshakhana"-Fälle bekannt sind. ​In einem früheren Verfahren waren Haftstrafen gegen Khan und seine Frau später ‌im Berufungsverfahren ausgesetzt ‌worden.

Khans Anwälte kündigten an, auch gegen das neue Urteil Berufung einlegen zu wollen. "Das Gericht hat das Urteil verkündet, ‌ohne die Verteidigung anzuhören", sagte einer von Khans Anwälten der ‌Nachrichtenagentur Reuters.

haz/pgr (rtr, ap, afp)

Redaktionsschluss: 17:45 Uhr (MEZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.