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Kultur

Globale Fantasie - Das neue "museum kunst palast"

Düsseldorf hat auf dem Gebiet des Kultursponsoring Neuland betreten. Herausgekommen ist ein neues Museum.

Die Stadt Düsseldorf hat 1988 in gemeinsamer Trägerschaft mit dem Energiekonzern E.ON eine Stiftung gegründet, um ein neues Museum bauen zu können. Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt brachte das Grundstück und das städtische Kunstmuseum, der Energiekonzern E.ON rund 40 Millionen Mark ein. Mittlerweile sind auch der Handelsriese Metro und der Chemiekonzern Degussa dazu gestoßen. Ohne die Allianz hätte sich Düsseldorf das Ausstellungshaus nicht leisten können.

Das Vorhaben ist geglückt. Nach den Plänen des Architekten Oswald M. Ungers ist ein wahrer Kunsttempel enstanden. Jetzt wurde das neue "museum kunst palast" feierlich eingeweiht.

Neben einem Konzertsaal sind rund 3.700 Quadratmeter Fläche für Wechselausstellungen entstanden. Die Stimmen der Kritik, die der Verbindung von Kunst und Kapital skeptisch gegenüber standen, sind langsam verstummt. Jetzt wird sich zeigen, ob es dem neuen Generaldirektor Jean-Hubert Martin gelingt, alle Bedenken zu zerstreuen.

Der Museumschef

Mit dem Franzosen Martin hat das "museum kunst palast" einen Mann an der Spitze, der auf dem Gebiet der Kunst vieles geleistet und international einen hervorragenden Ruf hat. Martins Ausstellungen auf den Biennalen in Lyon, São Paulo und Johannesburg sowie seine Retrospektiven zu Francis Picabia, Man Ray, Jean Crotti und Suzanne Duchamp fanden weltweite Anerkennung. Dazu entdeckte er viele Künstler, darunter Christian Boltanski, Ilya Kabakov und Huang Yong Ping.

Der ehemalige Direktor des Centre George Pompidou und des Museé National des Art d'Afrique et d'Océanie in Paris kam aus der französischen Metropole nach Düsseldorf, weil ihn die konzeptionelle Mitgestaltung am "museum kunst palast" reizte.

Die Mischfinanzierung machte eine Fusion der städtischen Kunsthalle und des Kunstmuseums möglich. Weist die Kunsthalle ein zeitgemäßes Ausstellungsprogramm aus, sind im "museum kunst palast" die verschiedenen Sammlungen untergebracht und findet die Aufarbeitung des lokalen Kunstgeschehens ihren Platz. Mit dem Neubau des Architekten Oswald Mathias Ungers, dessen Räume eine vielfältige Nutzung zulassen, steht darüber hinaus eine Fläche mit 10.000 Quadratmetern für wechselnde Ausstellungen zur Verfügung.

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