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WM-Qualifikation

Oranje vor dem WM-Aus

Das niederländische Nationalteam gewinnt zwar in Weißrussland, hat aber nur noch eine Minimalchance auf die WM. Als erste afrikanische Mannschaft löst Nigeria das Ticket für die WM 2018 in Russland.

Das nächste Desaster für die Fußball-Nationalmannschaft der Niederlande ist so gut wie besiegelt. Trotz des 3:1 (1:0)-Erfolgs beim Außenseiter Weißrussland wird die Elftal aller Voraussicht nach auch die WM-Endrunde 2018 in Russland nur als Zuschauer verfolgen, genauso wie schon die EURO 2016 in Frankreich.

Bayern-Star Arjen Robben verwandelte in der 84. Minute einen Foulelfmeter. Zuvor hatte Maxim Wolodko (55.) die Oranje-Führung durch Davy Pröpper (24.) ausgeglichen. Zudem traf Memphis Depay (90.+3).

Das Team von Trainer Dick Advocaat liegt vor dem letzten Spieltag der WM-Qualifikation in der Europa-Gruppe A mit 16 Punkten auf dem dritten Platz und hat praktisch keine Chance mehr, den direkten Konkurrenten Schweden am kommenden Dienstag in der Amsterdam Arena vom zweiten Rang zu verdrängen. Schweden weist eine Tordifferenz von plus 19 auf, die Tordifferenz des WM-Dritten von 2014 beträgt plus sieben. Die Elftal müsste mit sieben Toren Unterschied gegen Schweden gewinnen, um noch die WM-Playoffs zu erreichen. Die Schweden hatten nicht zuletzt dank der Treffsicherheit des ehemaligen Hamburgers Marcus Berg ihre Chance auf die direkte Qualifikation gewahrt. Berg erzielte beim 8:0 (3:0)-Kantersieg der Skandinavier gegen Luxemburg vier Treffer.

Im Kampf um Platz eins und damit die direkte Qualifikation für Russland hält in dieser Gruppe Frankreich nach einem 1:0 (1:0) in Bulgarien nach wie vor alle Trümpfe in der Hand. Der Spitzenreiter (20 Punkte) empfängt zum Abschluss Weißrussland.

Nigeria und Costa Rica in Russland dabei

Als erstes afrikanische Team löste Nigeria das Ticket für die WM 2018 in Russland. Die von Gernot Rohr trainierten "Super Eagles" besiegten Sambia mit 1:0 (0:0) und sicherten sich damit vorzeitig den Sieg in der Afrika-Qualifikationsgruppe B. Borussia Dortmunds Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang kann sich die WM nur im Fernsehen ansehen. Mit der Nationalelf Gabuns verlor Aubameyang in Marokko mit 0:3 (0:1). Damit verspielten die Gabuner in der Gruppe C ihre letzte WM-Chance. In der Tabelle führt Marokko vor der Elfenbeinküste. 

Auch Costa Rica hat sich für Endrunde qualifiziert. Die "Ticos" buchten durch ein 1:1 (0:0) gegen Honduras zum fünften Mal nacheinander das WM-Ticket. Zuvor hatte sich in der Qualifikation des Verbandes für Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik (CONCACAF) bereits Mexiko durchgesetzt.

mrl/ml (sid und dpa)

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