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Kunst

Freunde und Konkurrenten: Paul Klee und Wassily Kandinsky

Sie zählen zu den Gründungsvätern der abstrakten Malerei: Paul Klee und Wassily Kandinsky. Beide Künstler verband eine tiefe Freundschaft und die gemeinsame Arbeit - eine Ausstellung in München würdigt ihr Schaffen.

Die längste Zeit verbrachten die Maler Paul Klee und Wassily Kandinsky gemeinsam am Bauhaus in Weimar und Dessau, wo beide von 1922 bis 1933 lehrten. Auf diese Zeit legt die Ausstellung "Klee & Kandinsky. Nachbarn, Freunde, Konkurrenten" einen besonderen Schwerpunkt. Die gesamte Schau, die vom 21. Oktober bis zum 24. Januar 2016 im Münchner Lenbachhaus zu sehen ist, spannt einen Bogen von der Zeit der gemeinsamen Aktivitäten in der Künstlervereinigung "Blauer Reiter" bis zum Spätwerk der beiden Maler.

"Der Blaue Reiter" war Anfang des 20. Jahrhunderts eine avantgardistische Künstlervereinigung, die sich unter anderem für die Gleichberechtigung der Künste einsetzte. Wassily Kandinsky gehörte zu den Gründern der Bewegung. Er war es auch, der seinen Schwabinger Nachbarn Paul Klee in die Aktivitäten einbezog.

Eins der großen Freundespaare der Kunstgeschichte

Nach dem Ersten Weltkrieg trafen sich die beiden Freunde am "Bauhaus" in Weimar wieder, das 1925 nach Dessau siedelte. Das Bauhaus, 1919 als Kunstschule von Walter Gropius gegründet, verwirklichte die Gleichberechtigung der Künste. Klee und Kandinsky lehrten dort in den Malereiklassen. Auch in Dessau wohnten die Freunde Tür an Tür in den sogenannten "Meisterhäusern" des Architekten Walter Gropius. Kandinsky emigrierte vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Paris, Paul Klee kehrte in seine Schweizer Heimat zurück.

Was die beiden gemeinsam hatten und wie sie sich entwickelten

Über die Jahre ihrer Freundschaft haben sich die beiden Künstler immer wieder gegenseitig inspiriert. Die Ausstellung zeigt, dass es trotz Freundschaft und Gemeinsamkeiten auch Unterschiede und sogar Konkurrenzen gab.

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war für beide Maler ein Neubeginn. Während Kandinsky in Paris biomorphe Formen entwickelte, schuf Klee bis zu seinem Tod 1940 ein umfangreiches Spätwerk, indem er sich auf ein zunehmend reduziertes Zeichensystem konzentrierte.

Die Münchener Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Paul Klee in Bern und würdigt die Freundschaft der beiden berühmten Künstler der Moderne.

gr/az (Lenbachhaus München)

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