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Tennis

Erstrunden-Aus für Kerber

Angelique Kerber ist bei den French Open gleich zum Auftakt gescheitert. Die Nummer eins der Welt verliert in Paris ihre Erstrunden-Partie gegen die Russin Jekaterina Makarowa nach indiskutabler Leistung.

Frankreich Angelique Kerber verliert gegen Ekaterina Makarova auf den French Open (picture alliance/dpa/AP Photo/P. D. Josek)

Angelique Kerber verliert gegen Ekaterina Makarova bei den French Open

Noch nie zuvor ist eine Weltranglisten-Erste in der Geschichte des Profi-Tennis bei den French Open in der ersten Runde ausgeschieden. Doch für Angelique Kerber ist nach dem enttäuschenden 2:6, 2:6 und gerade einmal 82 Minuten gegen die Russin Jekaterina Makarowa bereits Schluss. Damit setzte Kerber ihre schwachen Leistungen in diesem Jahr auch in Paris fort, wo sie auch 2016 in der ersten Runde ausgeschieden war. Die zweimalige Grand-Slam-Siegerin könnte durch ihren frühen K.o. am Ende der French Open die Spitze der Weltrangliste verlieren.

Kerber zeigte sich auf dem Court Philippe Chatrier erneut formschwach und bestätigte die Eindrücke der vergangenen Wochen. Beim Vorbereitungsturnier in Rom hatte die Weltranglistenerste gleich gegen die Qualifikantin Anett Kontaveit nach 4:2-Führung aus Lettland verloren und dabei die letzten zehn Spiele in Folge abgegeben. Im Linkshänderinnen-Duell mit Makarowa, Australian-Open-Halbfinalistin von 2015, wehrte sich Kerber zwar nach Kräften, doch wie so oft agierte sie zu passiv und wirkte frustriert. "Ich stecke im Tief, und irgendetwas wird sich ändern müssen. Die Situation ist schwierig und der Weg schmerzhaft. Ich werde jetzt in den nächsten Tagen überlegen, was ich mache", kündigte sie nach dem bitteren Aus an. 

Auch Görges und Mayer ausgeschieden

Kurz vor Kerber hatte sich in Julia Görges bereits eine andere deutsche Fed-Cup-Spielerin schon in der ersten Runde verabschiedet. Die 28-Jährige verlor in ihrem Auftaktspiel gegen Madison Brengle aus den USA völlig unnötig mit 6:1, 3:6, 11:13. Dabei hatte Görges einen Satz lang alles im Griff, verlor dann aber auf unerklärliche Art und Weise ihren Rhythmus und nach 2:48 Stunden auch das Match.

Und auch bei den Herren gab es aus deutscher Sicht keinen Grund zum Jubeln: Mit Florian Mayer schied der erste Deutsche in der Herren-Konkurrenz aus. Mayer musste sich dem an Nummer 20 gesetzten Spanier Pablo Carreno-Busta mit 4:6, 2:6 und 2:6 geschlagen geben. Nach 1:36 Stunden war der Auftritt des ehemaligen Davis-Cup-Spielers beim zweiten Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison schon wieder vorbei. Damit sind drei von 13 deutschen Startern bereits am ersten Tag ausgeschieden.

Tränenreiches Comeback

Tennis French Open Petra Kvitova (picture-alliance/dpa/P. Josek)

Glücklich: die genesene Petra Kvitova

Ein äußerst emotionales Erlebnis der positiven Art hatte die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova bei ihrem Erstrundenspiel in Paris. Nach ihrem verwandelten Matchball schossen der Tschechin die Tränen in die Augen. Auf dem Papier war es nur ein schnöder Auftaktsieg bei den French Open, doch für Kvitova  war der klare 6:3, 6:2-Erfolg gegen die US-Amerikanerin Julia Boserup ein ganz besonderer. Schließlich stand Kvitova kurz vor dem Ende ihrer Tennis-Karriere. Ende des vergangenen Jahres war die 27-Jährige bei einem Einbruch in ihr Haus Opfer einer Messer-Attacke geworden und schwer an der Hand verletzt worden.

"Ich wusste nicht, ob ich je wieder spielen kann", sagte Kvitova vor ihrem ersten Auftritt in Paris, zu dem sie sich erst kurzfristig entschieden hatte. "Ich bin froh, dass wir diesen Entschluss getroffen haben und ich heute hier bin", sagte Kvitova nach ihrem Sieg. Vor allem dankte sie ihrer Familie und den Mitgliedern ihres Stabes, die mit einheitlichen schwarzen T-Shirts auf der Tribüne saßen. "Courage, Belief, Pojd", stand darauf geschrieben. "Courage, Glaube, Komm schon" - Worte, die Kvitova durch die schwerste Zeit ihres Lebens geholfen haben. "Ich bin einfach glücklich", sagte Kvitova - und jeder im Stade Roland Garros freute sich mit ihr.

og/asz (sid, dpa)

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