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Kampf gegen den "Islamischen Staat"

Erfolg gegen IS nahe Tabka-Staudamm in Syrien

Ein von den USA unterstütztes Rebellenbündnis hat die IS-Bastion Tabka in Syrien fast komplett unter Kontrolle. Die Einnahme der Stadt wäre ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur Rückeroberung der IS-Hauptstadt Rakka.

Syrische Milizen haben nach eigenen Angaben die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in der Nähe der strategisch wichtigen Stadt Tabka deutlich zurückgedrängt. Die Islamisten kontrollierten nur noch den nördlichen Teil des Ortes direkt am größten Staudamm des Landes, erklärten die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) im Internet. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, die SDF hätten fast ganz Tabka eingenommen.

Unterstützung durch US-geführte Militärallianz

Bei dem Einmarsch in die Stadt seien die SDF von intensiven Luftangriffen der US-geführten Militärallianz unterstützt worden, teilte die Beobachtungsstelle mit. Bei einem dieser Luftangriffe seien drei Frauen und fünf Kinder getötet worden. Die Zivilisten seien in einem Auto getroffen worden, mit dem sie vor den Kämpfen fliehen wollten. Die Angaben der oppositionsnahen Beobachtungsstelle sind unabhängig nur schwer zu überprüfen.

Noch 55 Kilometer bis Rakka

Die vollständige Einnahme von Tabka wäre ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur Rückeroberung der IS-Hauptstadt Rakka. Tabka liegt nur 55 Kilometer von Rakka entfernt, wo das selbst ernannte Kalifat des IS sein Hauptquartier hat. Die SDF-Kämpfer hatten ihre Großoffensive zur Rückeroberung von Rakka im November gestartet und nahmen bereits den Großteil der umliegenden Gebiete ein. Seit Anfang April hatten die SDF die Stadt Tabka von allen Seiten umstellt.

cr/jj (rtr, afp)