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Syrien-Krieg

Milizen melden Erfolge gegen IS im Gebiet um Al-Rakka

Syrisch-kurdische Milizen haben einen von der Terrormiliz kontrollierten Stützpunkt in der Nähe von Al-Rakka erreicht. Mehr als 60 Prozent des Militärflughafens Tabka seien vom IS befreit, meldet die Beobachtungsstelle.

Syrian SDF Kämpfer nach schweren Angriffen auf Rakka (Reuters/R. Said)

SDF-Milizionäre kurz vor Al-Rakka

Der Flughafen Tabka liegt rund 50 Kilometer westlich von Al-Rakka, der letzten großen Stadt in Syrien, die noch unter Kontrolle der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) ist. An dem Militärflughafen gebe es Gefechte mit Kämpfern der Terrormiliz um die Kontrolle der Basis, berichteten Aktivisten. Die in Großbritannien ansässige oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete weiter, die kurdisch geführten "Syrischen Demokratischen Kräfte" (SDF) hätten IS-Kämpfer im Inneren des Luftwaffenstützpunkts unter Beschuss genommen. Nach Angaben eines Sprechers der SDF ist bereits der gesamte Flughafen befreit. Das Gebiet werde nach Sprengfallen und Minen durchsucht.

"Hauptstadt" des IS umzingelt

Durch den Vormarsch der Milizen auf Al-Rakka läuft der IS Gefahr, dass seine Versorgungsrouten Richtung Westen abgeschnitten werden. Die vollständige Eroberung des Luftwaffenstützpunktes würde den Belagerungsring um die IS-Hochburg schließen.

Al-Rakka, das als administratives Zentrum der IS-Dschihadistenmiliz in Syrien gilt, ist weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Die SDF-Miliz hatte, unterstützt von arabischen Kämpfern und Luftangriffen der von den USA angeführten Militärkoalition, die Offensive auf Al-Rakka im vergangenen November begonnen.

Nächstes Ziel: Euphrat-Staudamm

Nächstes Eroberungsziel der SDF-Allianz ist der von Al-Rakka aus flussaufwärts am Euphrat gelegene Tabka-Staudamm. Der IS drohte über Amak, sein Propaganda-Sprachrohr im Internet, indirekt mit dem Einsturz des Bauwerks. Wegen "US-Luftangriffen und eines hohen Wasserstandes" sei der Damm vom Zusammenbruch bedroht. Der Staudamm wird vom IS gehalten und ist stark vermint. Es wird schon länger befürchtet, ein in Bedrängnis geratener IS könnte den Damm sabotieren, um die Region zu fluten.

Der IS hatte Al-Rakka im Sommer 2014 ebenso wie weite Landstriche in Syrien und im Irak erobert und in den von ihm kontrollierten Gebieten ein Kalifat ausgerufen.

Zeitgleich zur Offensive der SDF in Nordsyrien versuchen irakische Regierungstruppen, die letzte IS-Hochburg Mossul im Norden des Irak zurückzuerobern.

qu/se (afp, dpa, rtre)

     

 

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