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Aktuell Asien

Doch noch Bebenopfer lebend geborgen

Drei Tage nach den schweren Erdbeben im Nordwesten des Iran sind mehrere Menschen lebend aus den Trümmern gerettet worden. Die Regierung in Teheran will jetzt ausländische Hilfe annehmen.

Zwei der Überlebenden wurden aus den Trümmern ihres eingestürzten Hauses in einem Dorf nordöstlich von Täbris geborgen, nachdem Suchhunde dort angeschlagen hatten, wie der staatliche Fernsehsender IRIB berichtete. Die beiden Überlebenden seien in gutem Gesundheitszustand, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Irna. In dem Dorf Sorchagu wurde eine Frau nach fast 72 Stunden lebend aus den Trümmern geborgen.

Offiziell hatte die Regierung in Teheran bereits am Montag mitgeteilt, die Suche nach Verschütteten sei eingestellt worden, weil es keine Hoffnung auf weitere Überlebende gebe.

Iran akzeptiert nun doch ausländische Hilfe

Nach den Erdbeben hatte der Iran Hilfe aus dem Ausland zunächst abgelehnt. Nun will die islamische Republik doch auf ausländische Unterstützung zurückgreifen. Das sagte Vize-Präsident Mohammed Resa Rahimi der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA. "Unter den derzeitigen Umständen" sei Teheran nun doch bereit, Hilfe anderer Staaten für die Erdbebenopfer anzunehmen. Zuvor hatten verschiedene westliche Länder, darunter die USA und Deutschland, ihre Hilfe angeboten.

Der Nordwesten des Iran war am Samstag von zwei Erdstößen der Stärke 6,3 und 6,4 erschüttert worden. Bei dem Beben kamen mehr als 300 Menschen ums Leben. Rund 5000 Menschen wurden verletzt. Den Behörden zufolge sind mittlerweile rund 50.000 Menschen versorgt, die durch die Beben obdachlos geworden sind.

Besonders betroffen war die Bergregion um die Städte Warsakan, Ahar und Heris in der Provinz Ost-Aserbaidschan. Nach offiziellen Angaben aus Teheran wurden in den dem Gebiet nahe der Millionenstadt Täbris "die Hälfte der 600 Dörfer zu 40 bis 100 Prozent zerstört". Zu etwa 60 Dörfern gibt es noch immer keinen Zugang.

qu/gmf (afp, dpa, rtre)

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