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Handball-WM

Deutsche Handballer im WM-Achtelfinale

Mit einem souveränen Sieg gegen Saudi-Arabien zieht Europameister Deutschland vorzeitig in die nächste Runde der Handball-WM in Frankreich ein. Allerdings hätte der Erfolg deutlich höher ausfallen müssen.

Drittes Spiel, dritter Sieg: Mit einem klaren 38:24 (21:13)-Erfolg über Außenseiter Saudi-Arabien haben die deutschen Handballer ihr erstes Ziel, die Teilnahme an der K.o.-Runde, erreicht. Die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson steht als Tabellenführer der Gruppe C vorzeitig im Achtelfinale der Handball-WM in Frankreich. Bester Werfer der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) gegen Saudi-Arabien in Rouen war Steffen Fäth mit sechs Toren bei sechs Versuchen. "Mit dem Einzug ins Achtelfinale haben wir unser erstes Etappenziel erreicht", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning dem SID. "Wichtig war heute, dass alle gespielt haben und im Rhythmus sind. Um in den wichtigen Spielen erfolgreich zu sein, müssen wir uns aber vor allem im Abschluss steigern."  

"Wir wollen ein weiteres Ausrufezeichen setzen und zeigen, dass eine deutsche Mannschaft in einem Turnier nicht schwächelt", hatte Torhüter Andreas Wolff vor dem Duell mit dem Vierten der Asienmeisterschaft nach den Siegen gegen Ungarn (27:23) und Chile (35:14) selbstbewusst erklärt. Seine Mitspieler nahmen sich die Worte des EM-Helden zu Herzen. Gegen einen körperlich unterlegenen Gegner warf der Olympia-Dritte vor 3700 Zuschauern bis zur 15. Minute einen Fünf-Tore-Führung heraus (10:5). Die Saudis agierten in der Abwehr fast körperlos und ließen den Deutschen riesige Räume. So kam die DHB-Auswahl immer wieder zu leichten Toren.

Großzügiger Umgang mit Chancen

Handball WM Deutschland - Saudi-Arabien (Picture-Alliance/dpa/M. Murat
)

Auch im 1-gegen-1 konnten sich Saudi-Arabiens Torhüter immer wieder auszeichnen

Allerdings leistete sich der Favorit in der Abwehr einige Nachlässigkeiten und verwertete längst nicht alle klaren Chancen konsequent. Der Sieg hätte daher noch deutlicher ausfallen können, wenn nicht müssen. Der Bundestrainer nutzte die deutliche Überlegenheit seines Teams erneut dazu, frühzeitig viel durchzuwechseln und damit wertvolle Kräfte für den weiteren Turnierverlauf zu sparen. Bei einem Acht-Tore-Vorsprung stellte sich schon zur Pause die Frage nach dem Sieger nicht mehr.

Auch in der zweiten Hälfte hatte das deutsche Team im Angriff leichtes Spiel. Beim 25:15 (36.) lag die Führung erstmals im zweistelligen Bereich, auch wenn weiterhin einige Möglichkeiten freistehend vergeben wurden. Außer Abwehrchef Finn Lemke hatten am Ende alle eingesetzten Feldspieler zumindest einen Treffer erzielt.

Sigurdsson verfolgte den gelungenen Auftritt seiner Spieler völlig entspannt auf der Bank und klatschte nach gelungenen Aktionen Beifall. Es war ein einfaches und erfreuliches Spiel, ein Maßstab für kommende schwere Aufgaben war es dagegen nicht. "Für uns war es schwierig, die Konzentration hochzuhalten. Das ist vielleicht auch normal, nachdem wir das Spiel gegen Chile so dominiert haben", sagte Sigurdsson und richtete den Blick sofort nach vorn: "Wir müssen schauen, dass wir jetzt wieder in den Wettkampfrhythmus kommen." 

In den beiden noch ausstehenden Vorrundenspielen am Mittwoch gegen Weißrussland und am Freitag gegen das punktgleiche Kroatien geht es für den Europameister um den Gruppensieg und damit die beste Ausgangsposition für die am Wochenende beginnende K.o.-Phase.

Frankreich sichert Gruppensieg

In der nächsten Runde stehen auch Gastgeber Frankreich, Norwegen, Katar und Brasilien bereits vorzeitig. Titelverteidiger Frankreich bezwang Ex-Weltmeister Russland deutlich mit 35:24 (16:11) und ist nach dem vierten Sieg im vierten Spiel nicht mehr von Platz eins in der Gruppe A zu verdrängen. Der EM-Vierte Norwegen hat nach einem klaren 39:26 (18:13)-Erfolg gegen Panamerikameister Brasilien vor dem letzten Spiel Rang zwei sicher. Auch die Brasilianer müssen sich trotz der Niederlage keine Sorgen mehr machen. 

Vize-Weltmeister Katar löste in der Gruppe D in Paris durch ein 21:17 (9:2) gegen Argentinien das Ticket für die erste K.o.-Runde. Der Asienmeister ist möglicher Achtelfinal-Gegner der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB).

asz (dpa, sid)

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