1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Handball-WM

Ein Krimi zum Auftakt

Mit einem durchaus knappen, am Ende aber erfolgreichen Spiel starten die deutschen Handballer gegen Ungarn in die WM in Frankreich. Nach der turbulenten Auftaktpartie nehmen die DHB-Männer Kurs auf das Achtelfinale.

Als der Siebenmeter sich ins Tor senkte, ballte Kapitän Uwe Gensheimer beide Hände jubelnd zu Fäusten – er wusste: Das ist die Entscheidung. Der mit 13 Toren treffsicherste Deutsche führte sein Team zum ersten Sieg bei der Handball-Weltmeisterschaft in Frankreich, und dieser fiel knapper aus als zur Halbzeit erwartet: Mit 27:23 (16:11) setzten sich die "Bad Boys" aus Deutschland gegen starke Ungarn durch. "Es war ein Auftakt nach Maß, auch wenn noch nicht alles rund lief. Wir müssen uns erst einmal in das Turnier reinspielen. Das Ergebnis ist deutlicher als der Spielverlauf", sagte ein erleichterter DHB-Vizepräsident Bob Hanning der Agentur SID.

Neben Gensheimer, der wegen des Todes seines Vaters erst verspätet zur Mannschaft stieß, bot auch Torwart Silvio Heinevetter eine glanzvolle Vorstellung und rettete den knappen Sieg. Nächster Gegner am Sonntag ist Chile, das ebenfalls mit einem Sieg in das Turnier startete. Außerdem spielt die DHB-Auswahl in der Gruppe C gegen Saudi-Arabien, Weißrussland und Kroatien. Die ersten vier Mannschaften ziehen in die K.o.-Phase ein.

Einbruch nach dem Seitenwechsel

Handball WM in Frankreich - Spiel Deutschland vs. Ungarn | Silvio Heinevetter (Getty Images/AFP/C. Triballeau)

In überragender Verfassung: Torwart Silvio Heinvetter

Die deutschen Europameister starteten nahezu perfekt ins Spiel, standen hinten sicher und hatten in Heinevetter von Beginn an einen hellwachen Rückhalt. Nach 18 Minuten lagen die Deutschen beim 8:5 erstmals mit drei Toren vorn, in die Halbzeit gingen sie mit einem Fünf-Tore-Vorsprung (16:11). Allerdings dürften die meisten deutschen Fans den grandiosen Auftritt in Halbzeit eins verpasst haben: Im Fernsehen sind die Spiele in Deutschland nicht live zu sehen, und der Livestream zeigte beim Stand von 1:1 für satte 18 Minuten einen schwarzen Hintergrund mit dem Schriftzug: "Dieses Video ist nicht verfügbar".

Sobald das Bild wieder stabil war, wackelte der Olympia-Dritte aus Deutschland. Die routinierten Ungarn ließen sich von dem deutlichen Rückstand keineswegs aus der Ruhe bringen und kamen im zweiten Durchgang bis auf ein Tor heran: 16:17 stand es nach 13 Minuten in der 2. Halbzeit, bei nur einem Treffer für das deutsche Team. Bundestrainer Dagur Sigurdsson zog die Notbremse und nahm die Auszeit. "Wir müssen wieder ins Rollen kommen", forderte Kapitän Gensheimer. Deutschland hielt den knappen Vorsprung und baute diesen zum Ende hin wieder etwas aus und sicherte sich den wichtigen Sieg.

og/uh (sid, dpa)
 

 

 

Die Redaktion empfiehlt