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Handball-WM

Sigurdsson warnt vor Schlendrian

Deutschlands Handballer sind auch im dritten WM-Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien klarer Favorit. Bundestrainer Dagur Sigurdsson will die Konzentration hoch halten - und kann dabei auf seinen Kapitän bauen.

Uwe Gensheimer beim Siebenmeter-Wurf. Foto: dpa-pa

Kapitän Uwe Gensheimer wird kein Spiel verpassen

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft kann für die restliche WM in Frankreich auf ihren Kapitän Uwe Gensheimer zählen. "Er wird kein Spiel verpassen", sagte Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB) im Mannschaftshotel in Rouen. Zwar werde der Linksaußen zur Beerdigung seines Vaters nach Mannheim reisen. "Aber wann er wo und wie hinfährt, das ist keine Sportfrage, das geht auch keinen etwas an. Was ich sagen darf: Er wird kein Spiel verpassen." Gensheimer war nach dem plötzlichen Tod seines Vaters verspätet zur WM angereist, hatte aber die ersten beiden Spiele bestritten. In der Auftaktpartie gegen Ungarn (27:23) war der 31 Jahre alte Linksaußen mit 13 Toren der überragende Mann auf dem Platz. Aber auch außerhalb des Spielfeldes gilt Gensheimer als Leitfigur der DHB-Auswahl. "Er dirigiert die Jungs in der Abwehr, macht sie heiß und ist ein richtig guter Typ", sagte Teammanger Oliver Roggisch. "Es ist extrem wichtig, dass er hier ist."

Ohne Drux gegen Saudi-Arabien

Bundestrainer Dagur Sigurdsson beim WM-Auftaktspiel gegen Ungarn. Foto: Getty Images

Bundestrainer Dagur Sigurdsson

Nach den Siegen gegen Ungarn und Chile (35:14) ist Europameister Deutschland auch am Dienstag (Anwurf 17.45 Uhr MEZ) gegen Saudi Arabien Favorit. "Wir sind vom Papier her klar besser. Deswegen ist ein Sieg natürlich Pflicht, und wir werden das auch gewinnen", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson selbstbewusst. Mit einem weiteren Sieg wäre die DHB-Auswahl bereits sicher im Achtelfinale. Sigurdsson muss auf Rückraumspieler Paul Drux verzichten, der sich im Chile-Spiel am Knöchel verletzt hat. "Es ist zum Glück nur leicht geschwollen, die Physios haben da echt gut reagiert. Es sollte schnell besser werden", sagte Drux. Sigurdsson rechnet damit, dass der 21-Jährige für das übernächste Spiel am Mittwoch (17.45 Uhr MEZ) gegen Weißrussland wieder zur Verfügung steht. Neben Drux wird der Bundestrainer im dritten WM-Spiel möglicherweise auch auf Rechtsaußen Tobias Reichmann verzichten, der eine leichte Prellung im unteren Rückenbereich hat.

Deutliche höhere Siegprämie als bei EM

Torwart Silvio Heinevetter im WM-Auftaktspiel gegen Ungarn. Foto: Getty Images

Darf diesmal wieder Silvio Heinevetter ran?

Schon gegen Chile hatte Sigurdsson zahlreiche Stammkräfte geschont und mit einer neuen Formation überrascht. So war Gensheimer lediglich für die Siebenmeter aufs Feld gekommen, auch Patrick Groetzki saß fast die gesamte Spielzeit auf der Bank. Stattdessen überragte Keeper Andreas Wolff, der mehr als jeden zweiten Wurf der überforderten Südamerikaner parierte. Auf welchen Torhüter er gegen die Saudis setzt, wollte Sigurdsson nicht verraten: "Die Torhüter wissen das auch noch nicht, vielleicht werde ich es ihnen im Laufe des Tages sagen, mal schauen." Im Auftaktmatch gegen Ungarn hatte er noch auf den ebenfalls starken Silvio Heinevetter gesetzt. Am Freitag (17.45 Uhr MEZ) wartet im letzten Gruppenspiel der wohl stärkste Vorrundengegner Kroatien. Dabei dürfte es um den Gruppensieg gehen. Der Bundestrainer warnte vor Schlendrian. "Man muss das voll durchziehen", sagte Sigurdsson. Im Falle eines WM-Triumphes winkt den 15 Spielern eine Prämie von insgesamt 250.000 Euro. Zum Vergleich: Für den sensationellen EM-Titel im vergangenen Jahr hatte der DHB 200.000 Euro ausgeschüttet.

sn/ck (dpa,sid)

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