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Handball-WM in Frankreich

Konzentrierter Arbeitssieg

Deutlicher als zum Auftakt gewinnen die deutschen Handballer ihr zweites Gruppenspiel der WM in Frankreich. Dabei gönnt sich Deutschlands Bester eine Pause. Doch einen Wermutstropfen gibt es auch.

Mühelos hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft ihren zweiten Sieg bei der Weltmeisterschaft in Frankreich eingefahren. Gegen Außenseiter Chile dominierte die DHB-Auswahl die Partie von Beginn an und fuhr einen deutlichen 35:14 (17:6)-Pflichtsieg ein. Damit machte das deutsche Team einen weiteren großen Schritt in Richtung Achtelfinale. Bereits am Freitag hatte es sein Auftaktspiel gegen Ungarn mit 27:23 für sich entschieden. Der Europameister unterstrich damit seine Medaillenambitionen und übernahm die Tabellenführung der Gruppe C.

Nächster Gegner am Dienstag ist Saudi-Arabien, außerdem spielt Deutschland noch gegen Weißrussland und Kroatien. Die ersten vier Teams der vier Sechsergruppen ziehen in das Achtelfinale ein, Deutschland genügt dafür ein weiterer Sieg.

In allen Belangen überlegen

Zeitweise sah es aus wie ein Zwei-Klassen-Unterschied - und das, obwohl Bundestrainer Dagur Sigurdsson seine Mannschaft völlig neu aufgestellt hatte: Im Angriff blieben nur Kai Häfner und Patrick Wiencek übrig. Letzterer zeigte eine gute Leistung, auch die körperlich überlegene Defensive ermöglichte den Südamerikanern kaum einen Gegentreffer.

Ein leichtes Stirnrunzeln konnte man beim Bundestrainer erst nach gut 20 Minuten beobachten, als Deutschland in doppelter Unterzahl war - allerdings beim Spielstand von 12:4. Wütend wurde er erst, als zwei seiner Spieler verletzt am Boden lagen und die Schiedsrichter den chilenischen Angriff trotzdem weiter ausführen ließen. Paul Drux war mit dem rechten Fuß umgeknickt und musste ausscheiden. Wie schwer die Verletzung ist, war zunächst nicht bekannt. 

DHB-Auswahl schont Kräfte

Handball WM Chile - Deutschland (Reuters/C. Platiau)

Zeigte eine überzeugende Leistung: DHB-Torwart Andreas Wolf (r.)

Der wütende Protest brachte der deutschen Bank die Gelbe Karte ein. "Kein Frust, kein Stress - alles gut", beschwichtigte Sigurdsson kurze Zeit später dann beim Time-Out und brachte damit wieder Ruhe ins deutsche Spiel. Dass Chile aus der Überzahl kein Kapital schlagen konnte, verdankte die deutsche Mannschaft vor allem Torwart Andreas Wolff, der ähnlich wie Silvio Heinevetter zum Auftakt eine starke Leistung zeigte. Und so ging das deutsche Team mit einer Elf-Tore-Führung (17:6) in die Halbzeit.

"Chile beißt sich an unserer Deckung die Zähne aus", sagte Teammanager Oliver Roggisch in der Halbzeitpause. Auch nach dem Wechsel hatte die mit zehn Europameistern gespickte DHB-Auswahl das Geschehen jederzeit im Griff. Sigurdsson wechselte weiter munter durch, seine Spieler sparten damit Kräfte für den weiteren Turnierverlauf. Kapitän Uwe Gensheimer nahm sich nach dem Gala-Auftritt gegen Ungarn eine Pause - ließ es sich aber nicht nehmen, die Siebenmeter bei dieser WM auszuführen, natürlich erfolgreich: Zwölfmal trat er bislang vom Punkt an, zwölfmal verwandelte er. Bester Werfer war Kreisläufer Jannik Kohlbacher mit acht Toren.

og/ck (sid, dpa)

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