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Fußball

Bayern vergibt Matchball

Borussia Mönchengladbach verhindert in München, dass sich der Rekordmeister vorzeitig seinen 26. Titel holt. Bayer 04 Leverkusen sichert sich Platz drei. Und im Abstiegskampf der Bundesliga bleibt es extrem spannend.

André Hahn bejubelt seinen Treffer gegen die Bayern. Foto: Getty Images

André Hahn verhindert mit seinem Tor die vorzeitige Meisterfeier der Bayern

Borussia Mönchengladbach war der Spielverderber. Die Borussen entführten mit dem 1:1 (0:1) beim FC Bayern einen Punkt und verhinderten damit, dass die Münchener am drittletzten Spieltag vorzeitig ihre 26. Meisterschaft perfekt machten. "Es ist schon enttäuschend", sagte Bayern-Verteidiger Jerome Boateng. "Natürlich wollten wir heute vor den eigenen Fans gewinnen und die Meisterschaft feiern." Trainer Pep Guardiola hatte die Bayern-Elf im Vergleich zum 0:1 im Halbfinal-Hinspiel der Champions League bei Atletico Madrid am Mittwoch kräftig durchgemischt. In der Abwehr gab der wieder genesene Boateng sein Comeback, neben ihm verteidigten Serdar Tasci, Medhi Benatia und Rafinha. Im Mittelfeld durfte Sebastian Rode ran, im Sturm Mario Götze. Trotz der vielen Umstellungen verlief zunächst alles nach Plan. Der Rekordmeister ging durch einen Kopfball von Thomas Müller nach einem Eckball früh mit 1:0 (6. Minute) in Führung. Danach kontrollierten die Bayern das Spiel, taten aber nicht mehr als nötig. Gladbach kam zu Chancen. So lenkte Manuel Neuer einen Kopfball von André Hahn (17.) mit einer Glanzparade noch um den Pfosten. Hahn war es dann, dem in der zweiten Halbzeit der verdiente Ausgleich (72.) für die Borussia gelang. Gegen seinen Flachschuss aus 14 Metern war Neuer machtlos. Die wütende Schlussoffensive der Bayern verpuffte. Die Münchener ließen zwei Punkte liegen, die Meisterkrönung wurde vertagt.

Aubameyang-Comeback mit Doppelpack

Jubel um BVB-Torschütze Kagawa. Foto: Getty Images

Shinji Kagawa (l.) eröffnet den Torreigen

Das lag auch daran, dass der Tabellenzweite im Gegensatz zum Spitzenreiter seine Hausaufgaben machte und mit einem souveränden Heimsieg den Rückstand auf die Münchener auf fünf Punkte verkürzte. Borussia Dortmund fertigte den VfL Wolfsburg mit 5:1 (2:0) ab und feierte damit den 24. Sieg im 32. Saisonspiel. "Wir sind sehr glücklich und zufrieden", sagte Trainer Tuchel nach dem Spiel. "Die Mannschaft hat sehr frisch gewirkt und alles investiert." Bereits nach neun Minuten war die Partie so gut wie entschieden. Shinji Kagawa brachte den BVB mit einem Flachschuss aus sieben Metern (7.) in Führung, Adrian Ramos erhöhte mit einem Schuss aus zwölf Metern ins rechte Eck auf 2:0 (9.). Nach der Pause besorgte Marco Reus (59.) mit einem Schlenzer aus acht Metern den dritten Treffer. Der nach seiner Verletzung zurückgekehrte Pierre-Emerick Aubameyang traf zum 4:0 (77.) und wenig später auch noch zum 5:0 (78.), beide Male per Kopf. Für den Dortmunder waren es die Saisontreffer Nummer 24 und 25. Andrè Schürrle gelang noch der Ehrentreffer (85.) für die Wolfsburger, die mit der deutlichen Niederlage ihre letzte Chance auf einen Europa-League-Startplatz verspielten.

Leverkusen sichert sich Platz drei

Bayer 04 Leverkusen kann nach dem 2:1 (2:1)-Sieg gegen Verfolger Hertha BSC nicht mehr von Platz drei verdrängt werden und hat damit das direkte Champions-League-Ticket sicher. Die Werkself startete furios in das Samstagabend-Spiel. Julian Brandt erzielte bereits nach zwei Minuten mit einem Linksschuss das 1:0 für Bayer. Als die Hertha-Abwehr nach einem Freistoß von Hakan Calhanoglu den Ball nicht aus dem Fünf-Meter-Raum bekam, stocherte Lars Bender ihn zum 2:0 (16.) über die Linie.

Bayer-Torschütze Julian Brandt jubelt, Hertha-Torwart Rune Jarstein ärgert sich. Foto: Imago

Bayer-Torschütze Julian Brandt (2.v.l.) jubelt, Hertha-Torwart Rune Jarstein (r.) ärgert sich

Erst danach fingen sich die Berliner. Vedad Ibisevic gelang per Kopf der Anschlusstreffer (21.). In der zweiten Hälfte erhöhte Hertha den Druck, Leverkusen verlegte sich aufs Kontern. Karim Bellarabis Schuss landete nach einer großartigen Parade von Hertha-Torwart Rune Jarstein am linken Pfosten (72.). Auch acht Minuten später war der Norweger gegen Bellarabi zur Stelle. In einer hektischen Schlussphase hagelte es Gelbe Karten, am Ende aber blieb es beim knappen, aber nicht unverdienten Erfolg der Leverkusener. "Wir können sehr stolz sein", freute sich Bayer-Trainer Roger Schmidt. Hertha läuft nun Gefahr, den Traum von der Champions League auf der Zielgeraden zu verspielen.

Schalke überholt Mainz

Der FC Schalke 04 hat als neuer Tabellensechster einen Startplatz in der Europa League sicher. Die Königsblauen gewannen bei Hannover 96 mit 3:1 (2:1). Erik Maxim Choupo-Moting erzielte aus zwölf Metern das 1:0 (11.) für Schalke. Artur Sobiech gelang aus kurzer Entfernung der zwischenzeitliche Ausgleich (20.) für die bereits als Absteiger feststehenden Niedersachsen. Klaas-Jan Huntelaar (45.) nach toller Vorarbeit von Leon Goretzka und Alessandro Schöpf (80.) nach ebenso schöner Vorbereitung durch Joel Matip machten den wichtigen Auswärtssieg für die Schalker perfekt. In der Tabelle zogen die Königsblauen am FSV Mainz 05 vorbei, der trotz guter Chancen im Heimspiel gegen den Hamburger SV nicht über ein 0:0 hinauskam.

Frankfurt dreht Hessen-Derby

Im Abstiegskampf kletterte Eintracht Frankfurt mit einem 2:1 (0:1)-Auswärtserfolg im brisanten Hessen-Derby bei Darmstadt 98 vorerst auf den Relegationsplatz. Der Mannschaft von Trainer Niko Kovac gelang es, die Partie im zweiten Durchgang noch zu drehen. Mario Vrancic hatte die Darmstädter in Führung gebracht (12.). Torjäger Sandro Wagner vergab anschließend die Riesenchance für die Gastgeber zum 2:0, als er einen Foulelfmeter (20.) verschoss. Makoto Hasebe (56.) und Stefan Aigner (83.) trafen in der zweiten Hälfte für die Frankfurter. Rund 150 Eintracht-Anhänger randalierten während des Spiels in der Darmstädter Innenstadt. Einigen Frankfurtern gelang es, auf eine der
Stadiontribünen zu gelangen. Die Polizei schritt gegen sie ein. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte die Eintracht-Fans wegen Ausschreitungen im Hinspiel vom Derby ausgeschlossen.

Polizeieinsatz gegen Anhänger von Eintracht Frankfurt im Darmstädter Stadion. Foto: Getty Images

Polizeieinsatz gegen Anhänger von Eintracht Frankfurt im Darmstädter Stadion

Amiri erlöst Hoffenheim

Wie die Frankfurter feierte auch 1899 Hoffenheim einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann gewann gegen den FC Ingolstadt mit 2:1 (1:1). Dabei waren die Gäste zunächst in Führung gegangen. Nach einer langen Flanke stand Stefan Lex völlig frei und erzielte aus sechs Metern das 1:0 (17) für Ingolstadt. Mark Uth schaffte noch vor der Pause den Ausgleich für Hoffenheim (38.). Im zweiten Durchgang scheiterte Andrej Kramaric mit einem Foulelfmeter an Ingolstadts Torwart Örjan Nyland (53.), ehe Nadiem Amiri die Hoffenheimer mit einem Schuss aus 14 Metern zum 2:1 (84.) erlöste.

Am Freitagabend hatten sich der FC Augsburg und der 1. FC Köln 0:0 getrennt. Wegen des Maifeiertags wird am Sonntag nicht gespielt. Am Montag wird der 32. Spieltag mit einem Kellerduell abgeschlossen. Werder Bremen, durch den Frankfurter Sieg auf den vorletzten Platz abgerutscht, empfängt den Tabellen-15. VfB Stuttgart.

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