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Aktuell Amerika

Zweite Pflegekraft in Texas mit Ebola infiziert

Eine zweite Person hat sich im US-Bundesstaat Texas mit dem Ebola-Virus angesteckt. Beide hatten den selben Ebola-Patienten in einer Klinik in Dallas versorgt. Über den Infektionsweg herrscht immer noch Rätselraten.

Die nun erkrankte Pflegekraft gehörte zu den Betreuern von Thomas Eric Duncan, der am Mittwoch vergangener Woche im Texas Health Presbyterian Hospital in Dallas (Artikelbild) gestorben war. Wie das texanische Gesundheitsministerium mitteilte, hatte die nun erkrankte Person am Dienstag Fieber bekommen. Sie wurde positiv auf Ebola getestet und befindet sich auf einer Isolierstation.

Familienbesuch in Texas

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass sich eine 24 Jahre alte Krankenschwester, die auch zu den Betreuern von Duncan gehörte, infiziert hat. Der aus Liberia stammende Mann hatte sich in seiner Heimat mit dem gefährlichen Virus angesteckt. Die Krankheit wurde bei ihm aber erst festgestellt, nachdem er Ende September zu einem Familienbesuch nach Texas gereist war.

Kontakpersonen unter Beobachtung?

Die Gesundheitsbehörden fahnden mit Hochdruck nach der Lücke in den Sicherheitsvorkehrungen gegen eine Ansteckung. Inzwischen wurden von den Gesundheitsbehörden mehr als 70 Krankenhausmitarbeiter unter Beobachtung gestellt, die bei der Behandlung Duncans mit dem Virus in Kontakt gekommen sein könnten.

Sie werden auf Fieber und andere Symptome der Krankheit hin überwacht. Weitere 48 Menschen, die mit Duncan vor seiner Behandlung im Krankenhaus Kontakt gehabt haben könnten, stehen ebenfalls unter Beobachtung.

Mehr Engagement gefordert

Derweil fordern die Vereinten Nationen mehr internationale Unterstützung im Kampf gegen die tödliche Krankheit in Westafrika. Bislang habe die Weltgemeinschaft noch nicht annähernd genug gegen die Epidemie in den am stärksten betroffenen Ländern Liberia, Guinea und Sierra Leone geleistet, sagte der Chef der Anti-Ebola-Mission der UN, Anthony Banbury, dem Weltsicherheitsrat in New York. Es fehlten vor allem Geld, Ärzte und Pflegepersonal sowie Diagnoselabors und Fahrzeuge. Zudem müssten mehr Krankenbetten aufgestellt werden, um für die weitere Ausbreitung der Infektionskrankheit gerüstet zu sein.

uh/kle (dpa,afp)

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