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Zwölf Comicreportagen zum Thema Migration

Journalisten und Zeichner aus zehn verschiedenen Ländern sind das Thema Aus- und Einwanderung einmal ganz anders angegangen. Das Ergebnis ist ein mit Hashtags gespicktes "Alphabet des Ankommens".

Den Deutschen Comicverein gibt es erst drei Jahre, aber er hat schon viel für die Anerkennung von Comics und Graphic Novels in Deutschland erreicht. Die Berliner Senatsverwaltung zum Beispiel richtet zur Zeit ein Stipendium für Comic-Macher ein, was mit das Verdienst des Vereins ist.

Neuland Comicjournalismus?

Das"Alphabet des Ankommens" ist sein jüngstes, von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gefördertes Projekt. Auch die in Deutschland erscheinende arabische Zeitung Abwab gehört zu den Partnern. Es ist in einer Ausstellung am Rande des Internationalen Literaturfestivals Berlin (ilb) im Haus der Berliner Festspiele zu sehen.

Projekt Alphabet des Ankommens - Auf der Viersener Wartebank (Elend Sheikhi/Burcu Türker)

"Auf der Viersener Wartebank"

Wie es so kommt: Als sich die Journalistin Lilian Pithan und der Projektkoordinator der Initiative Bürgerstiftung Axel Halling in Zusammenhängen begegnen, bei denen es um ganz andere Flüchtlingsprojekte geht, stellen sie fest, dass sie sich beide für Comics interessieren. In Deutschland ist Comicjournalismus noch nicht verbreitet - das sollte man ändern, finden beide. Und so war die Idee zu einem comicjournalistischen Workshop zum Thema Migration geboren.

Workshop in bunter Konstellation 

Dieser fand dann tatsächlich eine Woche lang in den Räumen der Hamburger Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) vom 6. bis 12. März 2017 statt, organisiert vom Deutschen Comicverein. Über eine Ausschreibung über die üblichen Comic-Netzwerke wurden 12 Journalisten und zwölf Comiczeichner gesucht, um gemeinsam Reportagen zu entwickeln.

Projekt Alphabet des Ankommens - Von der Sahara in die U-Bahn (Ahmed Mohammed Omer/Alice Socal)

"Von der Sahara in die U-Bahn"

Eine bunte Truppe fand sich zusammen: Geflüchtete, Einheimische, Deutsche und Nicht-Deutsche. "Woher jemand kam, war kein Thema, da wurde in der Arbeit gar nicht differenziert", berichtet Axel Halling. Die Themen wurden ausgewählt und dann jeweils zu zweit erarbeitet. "Diese Zusammenarbeit war nicht immer ganz einfach, das musste man lernen." 

Vielsprachiges Ergebnis

Unter der künstlerischen Leitung von Comiczeichner Sascha Hommer entstanden so zwölf Comicreportagen. Auf einer eigens konzipierten Webseite wurden sie veröffentlicht, jetzt sind sie in Berlin zu sehen. Alle Reportagen sind auf Deutsch und Englisch vorhanden, einige noch zusätzlich in den Originalsprachen Französisch oder Arabisch. Die Bundeszentrale für politische Bildung wird das Ergebnis im November auch als Buch veröffentlichen und zudem für eine spätere arabische Ausgabe sämtliche Texte auf Arabisch noch einmal neu lettern lassen.

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