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Wirtschaft

Wirtschaft sieht Trend zu Protektionsmus

Regulierungen, Hemmnisse, politische Unsicherheiten - deutsche Unternehmen stoßen nach Einschätzung der Handelskammern auf immer mehr Hürden bei Geschäften mit dem Ausland.

"Der Trend zu mehr Protektionismus im internationalen Handel nimmt zu", sagt Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), der Zeitung "Die Welt". Laut Treier sehen sich deutsche Unternehmen im Ausland immer mehr mit Regulierungen und Hemmnissen konfrontiert. Vor allem Zertifizierungen etwa bei Lebensmitteln und verstärkte Sicherheitsanforderungen bremsten das Geschäft, heißt es im neuen DIHK-Außenwirtschaftsreport, aus dem "Die Welt" zitiert.

Viele Unternehmen würden an Belastungsgrenzen im Zusammenhang mit der Einhaltung bestehender Exportkontrollvorschriften stoßen. Treier sagte, dass die deutschen Industrie- und Handelskammertage im vergangenen Jahr die Rekordzahl von über 410.000 Beratungen im Bereich Zoll und Außenwirtschaftsrecht geleistet hätten. An diesem Beratungsaufwand zeige sich, dass sich Unternehmen "in unsicherem Fahrwasser" bewegten, so der DIHK. 

Problemfelder: Brexit, Türkei, Iran

Der Befragung unter 79 Industrie- und Handelskammern zufolge sorgen sich die Unternehmen derzeit weniger um den Kurs der USA unter Präsident Donald Trump, sondern um die Maßnahmen der Türkei und dem geplanten EU-Austritts Großbritanniens und die zukünftigen Geschäfte mit dem Iran.

In der Türkei sorge die politische Situation für Verunsicherung, auch eine "steigende Zahl von Handelshemmnissen" der türkischen Verwaltung schränke Exporteure ein. Im Iran gebe es etwa Schwierigkeiten, Liefergeschäfte zu finanzieren.

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Was ist Protektionismus?

Die DIHK-Experten erwarten, dass der Welthandel in diesem Jahr wieder Fahrt aufnehme - "wenn auch das wirtschaftliche Umfeld in vielen Regionen unsicher bleibt".

In ihrer jüngsten Prognose von September erwartet auch die Welthandelsorganisation (WTO), dass der Welthandel fast dreimal so stark wie 2016 wachsen wird. Beim Thema Protektionismus und Handelshemmnissen stehe die exportorientierte deutsche Wirtschaft aber nicht alleine da. Auch in den Nachbarländern steige, laut DIHK, die Flut von Nachweisen, die man beim internationalen Handelsaustausch erbringen müsse.

nm/myk (dpa, rtr)

 

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