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Welthandel

China warnt USA vor Eskalation im Handelsstreit

Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt beharken einander. Auch in Deutschland wächst die Sorge. Denn wenn Peking und Washington wechselseitig Sanktionen verhängen, wird das hohe Wellen schlagen.

China hat die USA vor einer Eskalation gewarnt, sollte die von US-Präsident Donald Trump angeordnete Untersuchung chinesischer Handelspraktiken zu Strafmaßnahmen führen. China werde nicht "tatenlos herumsitzen", erklärte das Handelsministerium in Peking und brachte seine "tiefe Sorge" zum Ausdruck. Jeder Protektionismus durch die USA werde den Interessen beider Seiten schaden, hieß es. Washington sollte die gegenwärtigen Handelsbeziehungen zu schätzen wissen, mahnte das Ministerium.

Trump hatte am Montag seinen Handelsbeauftragten Robert Lightizer damit beauftragt, Chinas Handelspraktiken genauer zu untersuchen - vor allem den Umgang Pekings mit geistigem Eigentum. Sollte die US-Regierung feststellen, dass chinesische Gesetze und Handelspraktiken US-Erfindern und Technologiefirmen tatsächlich schaden, könnten Straßmaßnahmen verhängt werden.

"Energische Verteidigung"

Noch ehe Trump das entsprechende Memorandum unterzeichnete, hatte das chinesische Außenministerium vor einem "Handelskrieg" mit den USA gewarnt. Nun fügte das Handelsministerium hinzu, Peking werde "zweifellos alle angemessenen Maßnahmen ergreifen, um die legitimen Rechte und Interessen Chinas energisch zu verteidigen".

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, verwies auf die Konsequenzen eines möglichen Handelskrieges zwischen den USA und China. Ein Streit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hätte negative Auswirkungen auch auf die deutsche Wirtschaft, sagte Schweitzer der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Deutschland verbinde mit beiden Ländern ein Handelsvolumen von jeweils fast 170 Milliarden Euro. Zusammengenommen mache das 15 Prozent des gesamten Außenhandels aus. Ein Handelskrieg würde deshalb "nur Verlierer kennen". Schweitzer forderte, alle Beteiligten sollten sich an die Spielregeln der Welthandelsorganisation (WTO) halten. Es sei deshalb wichtig, die WTO zu stärken, "um solch strittige Fragen klären zu können".

jj/as (dpa, afp)