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Aktuell Europa

Wieder OSZE-Beobachter in der Ukraine verschleppt?

Nach der Entführung im April wurden möglicherweise erneut OSZE-Beobachter in der Ukraine als Geiseln genommen. Vier Teammitglieder werden vermisst.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat den Kontakt zu einem ihrer Teams in der Ostukraine (Archivbild) verloren. Die vier Mitglieder einer zivilen Beobachtergruppe wurden offenbar an einer Straßensperre festgehalten. Es sei aber nicht klar, wer dort die Verantwortung getragen habe, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Sitz der OSZE in Wien.

Nach Angaben der dänischen Regierung sind die Beobachter in der Gewalt prorussischer Separatisten. Dies schrieb Handels- und Entwicklungsminister Mogens Jensen in einer E-Mail an die dänische Nachrichtenagentur Ritzau. Zuvor hatte die OSZE mitgeteilt, die Verbindung zu der Gruppe sei am Montagabend gegen 18.00 Uhr abgebrochen - 40 Minuten nachdem die Beobachter festgesetzt worden seien. Ein westlicher Diplomat bei der OSZE sprach nach Angaben der Agentur Reuters von einer "beängstigenden Lage".

Bis dahin "Routinepatrouille"

Das Team besteht den Angaben zufolge aus vier Beobachtern, die auf einer "Routinepatrouille" in der Region Donezk unterwegs waren. Sie stammen laut OSZE aus Dänemark, Estland, der Türkei und der Schweiz und gehören zu Missionen mit insgesamt rund 200 Einsatzkräften, die die Lage in der Ukraine beobachten.

Erst Ende April hatten prorussische Separatisten eine Gruppe von OSZE-Militärbeobachtern, darunter auch vier Deutsche, als Geiseln genommen und diese

auf einer Pressekonferenz öffentlich vorgeführt

. Nach rund einer Woche ließen die Entführer das Team wieder frei.

In Donezk haben sich Separatisten und die Regierungsarmee in den vergangenen Tagen

heftige Kämpfe geliefert

. Die Separatisten sehen die Regionen Donezk und Luhansk nicht mehr als Teile der Ukraine an. Sie haben dort nach umstrittenen Referenden unabhängige "Volksrepubliken" ausgerufen.

jj/re (dpa, afp, rtr)