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Amateurfußball

Wiedemann: "Eine spannende Sache"

Der DFB kooperiert mit Chinas Verband und möchte die chinesische Olympiaauswahl außer Konkurrenz in der Regionalliga Südwest antreten lassen. Deren Geschäftsführer Felix Wiedemann sieht im DW-Interview nur Vorteile.

DW: In der kommenden Saison soll die chinesische U20-Mannschaft in der Regionalliga Südwest antreten und dort außer Konkurrenz mitspielen. Wie kam es dazu?

Felix Wiedemann: Der DFB hat bereits seit langer Zeit eine Kooperation mit China. Über diesen Kontakt sind die Idee und das Interesse an uns herangetragen worden, dass die Olympiamannschaft Chinas bei uns mitspielt. Bei unserer ungeraden Anzahl von Mannschaften mit 19, ist es so, dass immer eine Mannschaft pro Wochenende spielfrei hat. Die Anfrage der Chinesen bestand darin, dass die chinesische Olympiamannschaft gerne gegen dieses spielfreie Team ein Freundschaftsspiel bestreiten würde.

Die Mannschaft tritt außer Konkurrenz an, heißt das, dass auch Platzverweise aus Spielen gegen das chinesische Olympiateam in der Regionalliga keine Folgen haben?

Das sind Details, die man noch festlegen muss. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es gehandhabt wird, wie bei anderen Freundschaftsspielen auch. Das heißt, Gelbe oder Gelb-Rote Karten haben keine Auswirkungen. Wenn aber jemand wegen einer Tätlichkeit im Freundschaftsspiel vom Platz fliegt, dann hätte das möglicherweise schon eine Auswirkung. Aber das wäre bei einem normalen Freundschaftsspiel ja auch der Fall.

Was versprechen Sie sich von dieser Kooperation?

Für uns war ganz klar, dass das ein Wunsch der Vereine sein muss. Daher war es im ersten Schritt wichtig zu gucken, ob unsere Vereine diese Geschichte wollen. Deswegen sind wir mit den Vereinen in Kontakt getreten und haben eine Anfrage gemacht. Alle 19 Vereine stehen dieser Geschichte sehr positiv gegenüber und haben den Wunsch geäußert: Das wäre eine tolle Sache. Bitte guckt doch, dass das zustande kommt. Das war für uns ausschlaggebend.

Und es gab überhaupt keine Bedenken?

Fußball Regionalliga Südwest Kickers Offenbach - TuS Koblenz (picture-alliance/bild pressehaus)

Die Regionalliga-Vereine freuen sich auf die Testspiele gegen Chinas U20-Auswahl

Bedenken nicht, aber natürlich einige Nachfragen, wie das genau funktionieren soll. Aber die Vereine haben ganz viele Vorteile für sich gesehen. Ich würde sagen, 90 Prozent dieser Vereine vereinbaren an den spielfreien Tagen ohnehin Freundschaftsspiele, um im Spielrhythmus zu bleiben. Es ist aber nicht ganz leicht, einen adäquaten Gegner zu finden, weil alle anderen Spielklassen im Wettbewerb sind. So aber ist schon ein Freundschaftsspiel-Gegner fix, der auch einen gewissen Anreiz hat. Den Vereinen sind darüber hinaus auch schon Ideen gekommen, möglicherweise ein Art Event aus dem Spiel zu machen, denn es wird bestimmt auch einige Zuschauer interessieren.

Was wissen Sie über die chinesische U20?

Im Prinzip nicht viel. Allerdings weiß ich, dass die Chinesen sehr ambitioniert sind. Es gab schon in der Vergangenheit einmal eine Phase, in der eine chinesische U20 Freundschaftsspiele in Deutschland bestritten hat. Aber das ist schon etwas länger her. Aus dieser Mannschaft sind einige Nationalspieler hervorgegangen. Es ist in jedem Fall eine spannende Sache.

Die chinesische U20 wird in Deutschland keine Heimspielstätte haben. Können Sie schon sagen, wo das Team beheimatet sein wird?

Auch das ist ein Punkt, der noch geklärt werden muss. Denn noch ist die ganze Sache nicht fix. Da muss man die nächsten Tage abwarten. Aber erste Anfragen von Städten und Gemeinden, die das chinesische Team gerne aufnehmen würden, sind schon da.

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