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Amateur-Fußball

Chinesisches Team in der Regionalliga?

Offenbar plant der DFB eine neuartige Kooperation: Laut Fachmagazin "Kicker" soll ein Team aus China in der Regionalliga Südwest mitspielen und außer Konkurrenz als Sparringspartner dienen.

Es klingt ein wenig nach einem Aprilscherz: eine chinesische Mannschaft, die in der deutschen Regionalliga antritt und im regulären Ligabetrieb mitspielt. Doch offenbar und laut Fußball-Fachmagazin "Kicker" ist dieser Plan durchaus ernst gemeint. In der Regionalliga Südwest, die mit 19 Vereinen in die neue Saison geht, soll künftig eine chinesische Auswahl als eine Art Sparringspartner außer Konkurrenz mitspielen. Bei dem Team soll es sich offenbar um Chinas U20-Mannschaft handeln, die sich so auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vorbereiten will.

Am 5. Juli soll der Deal in Berlin in Anwesenheit von Chinas Staatspräsident Xi Jinping offiziell vorgestellt werden. Es wäre die konsequente Fortsetzung des Fußball-Förderprogramms, durch das die Chinesen bis spätestens 2050 den Anschluss an die Weltspitze schaffen wollen. Schon seit vielen Jahren unterstützt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Entwicklung im bevölkerungsreichsten Land der Erde, in dem es bei 1,3 Milliarden Menschen gerade einmal rund 10 000 aktive Kicker gibt. Es mangelt an Fußballplätzen, Nachwuchsligen gibt es überhaupt nicht.

China U20 Mannschaft (Imago/VCG)

Chinas Olympia-Auswahl

Für die Organisation des Ligabetriebs ist die Regionalliga GbR zuständig, die alle beteiligten Vereine gefragt hat, ob man mit der Gastmannschaft aus Fernost einverstanden sei. "Sie stehen der Idee positiv gegenüber", erklärte Ronny Zimmermann, DFB-Vizepräsident und gleichzeitig Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Regionalliga Südwest, gegenüber dem "Kicker". Die geplante Kooperation mit China sei bekannt, dafür brauche man nun gute Inhalte, so Zimmermann. "Wir müssen schauen, ob die Idee zustande kommt. Demnächst tagen die Manager der Regionalliga Südwest. Bis dahin müsste eine Entscheidung fallen, denn dort wird auch der Spielplan fix gemacht."

"Gute Vermarktungsmöglichkeiten"

Um das Projekt für die 19 Südwest-Klubs attraktiver zu machen, soll jeder Verein eine Prämie von 15.000 Euro erhalten. "Ich sehe bei einem Spiel gegen eine chinesische Mannschaft zudem gute Vermarktungsmöglichkeiten", soll Christopher Fiori, Geschäftsführer der Offenbacher Kickers gegenüber dem "Kicker" betont haben. Zudem gäbe es pro Klub ein Heimspiel mehr, schließlich hat das chinesische Team keine eigene Spielstätte und würde immer auswärts antreten.

Im vergangenen November hatten der DFB und der chinesische Verband einen umfangreichen Kooperationsvertrag geschlossen. Das Projekt wird von höchster politischer Ebene unterstützt. Auch die Bundesregierung und die Regierung Chinas sind Partner von DFB und DFL.

asz (kicker.de)

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