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Bundeswehr

Von der Leyen besucht Truppe in Mali

Wenige Tage nach dem Absturz eines Hubschraubers der Bundeswehr in Mali ist Verteidigungsministerin von der Leyen in das afrikanische Krisenland gereist. Erste Station ist das Bundeswehrcamp in der Wüstenstadt Gao.

Dort will sich Ursula von der Leyen unter anderem über den Stand der Untersuchungen zu dem Absturz informieren und an einem Feldgottesdienst teilnehmen.

Die bei einem Hubschrauber-Absturz in Mali ums Leben gekommenen beiden Soldaten, ein 33-jähriger Major und ein 47-jähriger Stabshauptmann, waren am Samstag in die Heimat übergeführt worden. Am Abend erwiesen ihre Kameraden ihnen auf dem Flughafen Köln-Wahn die letzte Ehre. An der Zeremonie nahm auch von der Leyen unmittelbar vor ihrem Abflug teil.

Kann beschädigter Flugschreiber Informationen geben?

Ermittler der Bundeswehr untersuchen derzeit vor Ort, was zu dem Unglück am Mittwoch führte. Das Untersuchungsteam fand am Samstag einen der beiden Flugschreiber. Das Gerät sei allerdings beschädigt, deshalb sei unklar, ob es ausgelesen werden könne. Nach dem anderen Flugschreiber werde weiter gesucht, heißt es in einer Mitteilung des Verteidigungsministerium.

Der Kampfhubschrauber "Tiger" war am vergangenen Mittwoch etwa 70 Kilometer nordöstlich von Gao abgestürzt. Die Bundeswehr unterstützt in Gao die UN-Mission Minusma, die als einer der gefährlichsten UN-Einsätze weltweit gilt. Ziel ist die Stabilisierung des krisengeschüttelten Landes mit seinen knapp 19 Millionen Einwohnern. Außerdem unterstützt die Bundeswehr eine EU-Ausbildungsmission in Mali.

Treffen mit französischer Amtskollegin

Auch die französische Verteidigungsministerin Florence Parly reist ab Sonntag in die Region. Stationen sind der Tschad, Niger und Mali. Geplant ist während der zweitägigen Reise auch ein Treffen mit von der Leyen. Im Tschad will Parly Präsident Idriss Déby treffen, in Niger Staatschef Mahamadou Issoufou und in Mali Präsident Ibrahim Boubacar Keita, wie das französische Verteidigungsministerium mitteilte.

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Zwei Tote bei Bundeswehr-Hubschrauberabsturz in Mali

Frankreich engagiert sich in der Sahel-Zone mit rund 4000 Soldaten im Kampf gegen Extremismus und Schlepperbanden. Tschad, Mauretanien, Mali, Niger und Burkina Faso hatten sich im Februar als G5 zusammengeschlossen, um mit einer 5000 Mann starken Einheit islamistische Extremisten in der Sahel-Region zu bekämpfen.

Sie soll ihren Stützpunkt im zentralmalischen Sévaré haben und den französischen Einsatz "Barkhane" gegen Dschihadisten in der Sahel-Zone sowie die Minusma ergänzen. Parly werde Frankreichs Unterstützung für die G5-Truppe bekräftigen, erklärte ihr Ministerium weiter.

haz/fab (afp, dpa)

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