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Aktuell Nahost

Viele Tote bei Angriff syrischer Kampfflugzeuge

Präsident Assad ringt um sein politisches Überleben. Im Kampf gegen die Aufständischen bombardierte die Luftwaffe ein Dorf bei Damaskus. Zahlreiche Zivilisten wurden getötet, viele weitere verletzt.

Bei einem Angriff der syrischen Luftwaffe in der Nähe der Hauptstadt Damaskus sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 32 Zivilisten getötet worden, darunter sechs Kinder. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte weiter mitteilte, richtete sich der Angriff gegen die von Aufständischen kontrollierte Ortschaft Hammurijeh, zehn Kilometer östlich von Damaskus. Die Zahl der Toten könne sich noch erhöhen, denn es gebe viele Schwerverletzte.

Die Lokalen Koordierungskomitees, ein Netzwerk von Oppositionellen, berichteten, bei einem der Luftangriffe sei ein Platz getroffen worden, wo sich Gläubige zum muslimischen Freitagsgebet versammelt hatten.

Die Angaben der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle, die in Syrien über ein dichtes Netz von Informanten verfügt, können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden. Nach Angaben der Aktivisten wurden seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges im März 2011 bereits mehr als 200.000 Menschen getötet.

Gefechte an Grenze zum Libanon

Bei bewaffneten Zusammenstößen an der Grenze zwischen Syrien und dem Libanon wurden nach Angaben der libanesischen Armee mehrere Soldaten getötet und weitere verletzt. Die Militärs hätten die Angriffe der "Terrorgruppe" erwidert und mehrere Angreifer getötet, verlautete aus Armeekreisen. Opferzahlen wurden nicht genannt.

Sicherheitsleuten zufolge griffen etwa 200 Milizionäre aus der syrischen Region Kalamun einen Armeeposten im libanesischen Gebiet Ras Baalbek an. Armeeeinheiten bombardierten das Gebiet der Aufständischen.

Der syrische Bürgerkrieg schwappt regelmäßig in den Libanon über. Im August vergangenen Jahres hatten sich syrische Dschihadisten im Grenzgebiet Kämpfe mit libanesischen Soldaten geliefert und vorübergehend die Stadt Arsal im Ostlibanon besetzt. Neben 19 Soldaten wurden bei den fünftägigen Kämpfen damals zahlreiche Zivilisten und Dschihadisten getötet.

jj/sti (afp, ap, rtr)