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Bundesliga

VfL Wolfsburg muss in die Relegation

Der Hamburger SV rettet sich im Saisonfinale und schickt den VfL Wolfsburg in die Relegation. Der BVB sichert sich das direkte Champions-League-Ticket. Und der 1. FC Köln kehrt nach 25 Jahren in den Europapokal zurück.

In einem dramatischen Saisonfinale hat der Hamburger SV den Klassenerhalt auf direktem Weg sichergestellt, der VfL Wolfsburg muss in die Relegation. Der HSV kam am 34. und letzten Spieltag gegen die "Wölfe" zu einem 2:1 (1:1)-Erfolg. Luca Waldschmidt (86. Minute) sicherte den HSV-Sieg und damit den Verbleib in der deutschen Eliteklasse. Die Gäste waren durch Robin Knoche (23.) in Führung gegangen. Filip Kostic (32.) gelang der Ausgleich für den HSV. Der eingewechselte Waldschmidt löste dann mit seinem Tor in der Schlussphase grenzenlosen Jubel der Hamburger Fans, Spieler und Offiziellen aus. Es bleibt dabei: Das Gründungsmitglied der Bundesliga ist die einzige Mannschaft, die noch nie abgestiegen ist. "Es war unglaublich emotional, dass wir dem Druck standgehalten haben", sagte HSV-Trainer Markus Gisdol. "Nach dem zehnten Spieltag waren wir tot, hatten nur zwei Punkte auf dem Konto. Das hat noch keiner geschafft. Wir aber haben uns zusammengerauft und wollten die Geschichtsbücher neu schreiben. Das haben wir geschafft."

Dortmund sichert sich das direkte Champions-League-Ticket

Aubameyang bejubelt den ersten seiner beiden Treffer gegen Bremen. Foto: dpa-pa

Aubameyang ist Torschützenkönig

Den Klassenerhalt sicherte ebenso der FC Augsburg durch das 0:0 bei 1899 Hoffenheim. Die Hoffenheimer verspielten damit ihre letzte Chance auf den dritten Platz, der die direkte Qualifikation für die Champions League bedeutet hätte. Die schaffte Borussia Dortmund durch einen 4:3 (2:1)-Erfolg gegen Werder Bremen. Jeweils per Doppelpack trafen Marco Reus (32., 75./Foulelfmeter) und Pierre-Emerick Aubameyang (42., 88./Foulelfmeter) für den BVB. Zlatko Junuzovic (7.), Fin Bartels (46.) und Max Kruse (68.) erzielten die Tore für starke Bremer, die nur unglücklich verloren. BVB-Trainer Thomas Tuchel zeigte sich nach dem Spiel erleichtert und sprach von einer "wilden Fahrt". Dortmunds Topstürmer Aubameyang sicherte sich mit seinen Saisontreffern Nummer 30 und 31 die Torjägerkanone vor Bayern-Stürmer Robert Lewandowski (30).

Kölns Europapokal-Rückkehr nach 25 Jahren

Direkt für die kommende Europa-League-Saison qualifiziert ist als Tabellenfünfter der 1. FC Köln, der damit erstmals nach 25 Jahren wieder international vertreten ist. Die Kölner besiegten vor ihren begeisterten Fans den FSV Mainz 05 mit 2:0 (1:0). Jonas Hector (43.) und Yuya Osako (87.) trafen für die Geißböcke. "Wir sind jetzt stolz, und wir werden heute einen netten Abend haben", sagte FC-Trainer Peter Stöger, der bei der Pressekonferenz eine Bierdusche seiner Spieler über sich ergehen lassen musste. "Nächste Saison haben wir viel zu tun."

Deutschland 1. FC Köln - FSV Mainz 05 (picture alliance/dpa/J. Güttler)

Sie schossen den 1. FC Köln in die Europa League: Jonas Hector (l.) und Yuya Osako

Den Umweg über die Europa-League-Qualifikation muss Hertha BSC machen, wenn Dortmund das DFB-Pokalfinale am 27. Mai gegen Frankfurt verliert. Die Berliner vergeigten ihr Saisonfinale gegen Bayer 04 Leverkusen und verloren mit 2:6 (0:3). Für Bayer trafen Youngster Kai Havertz mit einem Doppelpack (31./45.+1), Javier Chicharito Hernandez (5.), Stefan Kießling (64./Foulelfmeter), Charles Aranguiz (81./Foulelfmeter) und Joel Pohjanpalo (90.). Mitchell Weiser (71.) und Sami Allagui (86./Foulelfmeter) erzielten die Ehrentore für die schwachen Berliner.

Vier Tore für den Meister

Siebter ist Aufsteiger SC Freiburg. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich verlor bei Meister Bayern München mit 1:4 (0:1) und ist ebenfalls in der kommenden Saison international vertreten, wenn der BVB kommende Woche das Pokalfinale gegen Frankfurt gewinnt. Für die Münchener trafen Arjen Robben (4.), Arturo Vidal (73.), Franck Ribery (90.+1) und Joshua Kimmich (90.+4). Nils Petersen (76.) war für die Freiburger erfolgreich. Vor dem Spiel waren beim FC Bayern Kapitän Philipp Lahm und Xabi Alonso verabschiedet worden. Beide beenden ihre Laufbahn. "Ich hab so viele schöne Momente geschenkt bekommen, das war
unglaublich", sagte Lahm nach seinem letzten Auftritt für die Bayern. Nach der Übergabe der Meisterschale folgte am Abend auf dem Marienplatz die Meisterfeier des Rekordchampions, der schon am 29. April den fünften Titel in Folge perfekt gemacht hatte. Insgesamt sind die Münchner damit zum 27. Mal deutscher Meister.

Philipp Lahm und Xabi Alonso mit der Meisterschale. Foto: Getty Images

Abschied mit Meisterschale: Philipp Lahm (3.v.r.) und Xabi Alonso (2.v.r.)

Drei Unentschieden

Vizemeister RB Leipzig kam bei Eintracht Frankfurt trotz einer 2:0-Führung nicht über ein 2:2 (0:1) hinaus. Marcel Sabitzer (25.) und Yussuf Poulsen (56.) erzielten die Tore für die Leipziger, Jesus Vallejo (83.) und Danny Blum (90.) trafen für die Gastgeber, die die Saison als Tabellenelfter beendeten. Absteiger FC Ingolstadt und Schalke 04 trennten sich 1:1 (1:1). Donis Avdijaj (2.) brachte die Königsblauen in Führung, Pascal Groß (41./ Foulelfmeter) glich für Ingolstadt aus. Schalkes Benjamin Stambouli sah nach einer Notbremse die Rote Karte (63.). Den fälligen Strafstoß für Ingolstadt verschoss Dario Lezcano (64.). Schalke damit auf Tabellenrang 10, einen Platz hinter Borussia Mönchengladbach, das sich im letzten Spiel von Absteiger SV Darmstadt 98 unentschieden 2:2 (0:0) trennte. Thorgan Hazard (50.) und Raffael (65.) trafen für Gladbach, Sven Schipplock (63.) und Marcel Heller (90.) für die Darmstädter.

Wenn Sie noch einmal in das spannende Saisonfinale eintauchen wollen, können Sie hier im DW-Liveticker noch einmal nachlesen.

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