UCI sagt Motor-Doping den Kampf an | Sport-News | DW | 21.03.2018
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Radsport

UCI sagt Motor-Doping den Kampf an

Der Radsport-Weltverband UCI will ab sofort neue Techniken einsetzen, um verbotene Hilfsmotoren in Radrahmen nachzuweisen. Weniger zügig geht die UCI im Fall Christopher Froome vor.

Tablets zur Entdeckung von Motordoping im Radsport. Foto: dpa-pa

Bisher setzte die UCI nur Tablets ein, um die Radrahmen zu kontrollieren

Der Radsport-Weltverband UCI verstärkt den Kampf gegen Motor-Doping. Zukünftig würden mobile Röntgengeräte, Wärmebildkameras und wie bisher Tablets zur Aufdeckung auffälliger Magnetresonanzen verwendet, kündigte UCI-Präsident David Lappartient in Genf an: "Radsport ist eine der schönsten Sportarten. Die Leute müssen Vertrauen in die Ergebnisse haben dürfen. Technologischer Betrug ist einfacher zu lösen als Doping."

Bisher eine Sperre wegen Motor-Dopings

In der Vergangenheit war die Kontrolltechniken der UCI gegen Motor-Doping immer wieder kritisiert worden. Die Tablet-Methode sei nicht zuverlässig genug, hieß es. Die neuen Kontrollmaßnahmen sollen nun an 150 Renntagen im Straßenradsport, auf der Bahn, im Cross sowie im Mountainbike eingesetzt werden. Bereits seit 2010 gibt es Gerüchte über Motor-Doping im Radsport. Prominente Fälle waren in der Vergangenheit aber ausgeblieben. 2016 war Nachwuchsfahrerin Femke van den Driessche bei der Cross-WM mit einem im Radrahmen versteckten Hilfsmotor aufgeflogen. Der Fall hatte für großes Aufsehen gesorgt. Die UCI hatte die Belgierin für sechs Jahre gesperrt.

Entscheidung im Fall Froome wohl nicht vor Mai

Christopher Froom bei der Ruta del Sol in Spanien. Foto: Getty Images

Froome fährt trotz des Dopingverdachts weiter

Mit einer schnellen Entscheidung über eine mögliche Dopingsperre gegen den viermaligen Tour-de-France-Sieger Christopher Froomes ist laut UCI-Chef Lappartient nicht zu rechnen. "Ich hatte gehofft, dass der Fall vor dem Giro d'Italia [im Mai, Anm. der Redaktion] geklärt ist, aber glaube nicht, dass es so sein wird", sagte Lappartient der italienischen Sportzeitung "Gazzetta dello Sport": "Beide Seiten haben leistungsfähige Anwälte, und der Fall ist viel komplizierter als sonst." Bei einer Dopingkontrolle Froomes während der Spanien-Rundfahrt war eine viel zu hohe Konzentration des Asthmamittels Salbutamol festgestellt worden. Der viermalige Tour-de-France-Sieger rechtfertigte sich damit, dass sein Mannschaftsarzt ihm geraten habe, die Dosis zu erhöhen, weil sich sein Asthma während der Vuelta verschlimmert habe. Froome hatte die Spanien-Rundfahrt gewonnen.

sn (dpa, sid)

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