Tote nach Explosion und Kämpfen in Mali | Aktuell Afrika | DW | 25.01.2018
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Islamisten

Tote nach Explosion und Kämpfen in Mali

Die meisten der Opfer waren Händler aus dem Nachbarland Burkina Faso, die unterwegs zu einem Wochenmarkt in Mali waren. Ihr Fahrzeug war auf einen Sprengsatz gefahren.

Mali Tiger Hubschrauber (picture-alliance/dpa/B. Pedersen)

Bundeswehrsoldaten in Gao: Obwohl internationale Truppen in Mali stationiert sind, kommt es dort immer wieder zu Anschlägen muslimischer Terroristen

Die Explosion ereignete sich in der Nähe des Ortes Boni in der zentralen Region Mopti. Dabei wurden nach jünsten Behördenangaben mindestens 24 Menschen getötet und mehrere weitere schwer verletzt. 

Wenige Stunden zuvor sei es bei Youwaro in der gleichen Region auch zu Kämpfen mit Islamisten gekommen, erklärte Militärsprecher Diaran Koné. Dabei seien zwei Soldaten und sieben Angreifer getötet worden.

Terror an der Grenze zu Burkina Faso

Vor allem die Sahara-Gebiete im Norden Malis dienen Milizen und islamistischen Terroristen, die mit Al-Kaida in Verbindung stehen, als Rückzugsgebiet. Zuletzt kam es jedoch auch häufiger im Grenzgebiet zu Burkina Faso zu Anschlägen und Angriffen, die sich gegen Zivilisten und Militär richteten.

Verantwortlich dafür war meist der Islamist Malam Ibrahim Dicko, der aus der Provinz Soum in Burkina Faso an der Grenze zu Mali stammt und gute Kontakte zu Terroristen im Nachbarland haben soll. Seine Bewegung nennt sich "Ansarul Islam" (Helfer des Islam) und agiert bislang auf einem regional begrenzten Raum. Nach einem Bericht der Regierung in Ouagadougou gingen 89 Anschläge mit über 100 Toten im vergangenen Jahr auf sein Konto.

Im westafrikanischen Mali sind auch rund 1000 deutsche Bundeswehrsoldaten, die an einer UN-Friedensmission zur Stabilisierung des Landes beteiligt sind. Die meisten von ihnen sind in der nördlichen Stadt Gao stationiert. Mali gehört laut einem UN-Index zu den 15 ärmsten Ländern der Welt.

uh/jj/sti (dpa, afp, ap)