Mali sucht neuen Regierungschef | Aktuell Afrika | DW | 30.12.2017
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Westafrika

Mali sucht neuen Regierungschef

Im westafrikanischen Mali haben Regierungschef Maiga und sein gesamtes Kabinett ihren Rücktritt eingereicht. Der Schritt kommt überraschend. Zu den Gründen wurden keine Angaben gemacht.

Präsident Ibrahim Boubacar Keita (Artikelbild) teilte mit, er habe den Rücktritt von Premierminister Abdopulaye Idrissa Maiga und seines Kabinetts angenommen. Der Präsident dankte Maiga, der erst im April sein Amt angetreten hatte, für "seine Loyalität und sein großes Pflichtbewusstsein".

Er werde bald einen Nachfolger sowie eine neue Regierung ernennen, sagte er weiter. Der Rücktritt erfolgte sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl in Mali, bei der Keita sich zur Wiederwahl stellen will.

Auch die Bundeswehr ist präsent

Das Land ist instabil, seit der Norden 2012 nach einem Militärputsch vorübergehend in die Hände islamistischer und anderer Rebellengruppen geraten war. Der UN-Einsatz MINUSMA soll die Lage in dem westafrikanischen Land stabilisieren. An dem 2013 gestarteten Einsatz ist auch die Bundeswehr mit rund 1000 Soldaten beteiligt.

Trotz der inzwischen seit vier Jahren laufenden UN-Mission steht eine Befriedung des Landes aus. Vor allem in den nördlichen Sahara-Gebieten sind Rebellen und mit Al-Kaida in Verbindung stehende islamistische Terroristen aktiv. Seit 2016 kommt es auch vermehrt zu Zwischenfällen im Zentrum des Landes, auch die Hauptstadt Bamako ist betroffen.

haz/se (rtr, dpa)