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Wirtschaft

T-Mobile US vor Fusion?

Schon länger sucht die Telekom für ihre US-Tochter einen passenden Partner. Nach einem Zeitungsbericht des "Wall Street Journals" ist der nun gefunden und die wichtigsten Posten sind schon verteilt.

Laut dem "Wall Street Journal" verhandeln der US-Bezahlfernsehanbieter Dish und T-Mobile über eine Fusion. Die Zeitung beruft sich in seinem Bericht auf Insider. Demnach seien sich beide Seiten bereits einig, wie das neue Unternehmen aussehen soll. So soll T-Mobile-Chef John Legere den neuen Konzern führen. Zahlen für einen Kaufpreise gibt es bisher noch nicht. Klar ist, es wäre eine weitere Milliardenfusion auf dem US-Telekommunikationsmarkt. T-Mobile wird an der Börse mit einem Wert von 31 Milliarden Dollar gehandelt, Dish liegt bei 33 Milliarden.

Fusion mit Ankündigung

Bereits bei der

Hauptversammlung

der Deutschen Telekom vor knapp zwei Wochen hatte Unternehmens-Chef Tim Höttges bekräftigt, offen für eine Fusion zu sein. Es sei die Pflicht eines Vorstandes, die Rendite von T-Mobile US weiter zu steigern. "Wenn wir einen Partner finden, der uns dabei hilft, werden wir dies selbstverständlich prüfen." Die Deutsche Telekom hält zwei Drittel der Aktien von T-Mobile US.

Dish und T-Mobile äußerten sich bisher nicht zu dem Bericht. John Legere hatte aber bereits im Februar davon gesprochen, dass eine Fusion mit Dish vorteilhaft sei. "Dish und wir - das macht Sinn. Es macht Sinn, da wir ihr Funkspektrum und ihre Fähigkeiten mit unserem Netz zusammenlegen könnten."

Ritt auf der Fusionswelle

T-Mobile ist mit 55 Millionen Kunden der viergrößte Mobilfunker in Amerika und rangiert nur noch knapp hinter dem Konkurrenten Sprint. Dish ist der zweitgrößte US-Bezahlfernsehanbieter mit knapp 14 Millionen Kunden und sitzt auf ungenutzten Frequenzen, die T-Mobile gut gebrauchen könnte.

In den USA positionieren sich aktuell die Telekommunikations-Unternehmen für die Zukunft. Marktexperten zufolge müssen sie möglichst viele Dienste aus einer Hand anbieten, um Kunden zu locken. Erst vor kurzem machte der US-Medienkonzern

Charter Communications

macht und bot 55 Milliarden US-Dollar für den Rivalen Time Warner Cable (TWC).

T-Mobile sucht schon länger nach einem geeigneten Partner. Im vergangenen Jahr waren bereits zwei

Fusionsversuche

von T-Mobile gescheitert.

nm/stu (wsj, rtr)