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Aktuell Nahost

Syrien-Konflikt wirkt bis in den Libanon

Erneut soll es Kämpfe zwischen Assad-Gegnern und Anhängern im Libanon gegeben haben. In Daraja sind die mehr als 300 Opfer eines Massakers beerdigt worden. Assad bleibt unnachgiebig, er will den Kampf um jeden Preis.

Trotz eines massiven Armeeaufgebots haben in der nordlibanesischen Stadt Tripoli wieder Gegner und Anhänger des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad gegeneinander gekämpft. Dabei seien ein Mensch getötet und sechs weitere verletzt worden, hieß es aus libanesischen Sicherheitskreisen. Unter den Verletzten seien auch drei Soldaten, die eigentlich für Ruhe auf den Straßen der Stadt sorgen sollten.

Die Armeepräsenz im libanesischen Tripoli war massiv verstärkt worden, nachdem dort am vergangenen Montag neue Kämpfe zwischen Anhängern und Gegnern Assads ausgebrochen waren. Seitdem wurden 16 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt. Der Osten von Tripoli ist gespalten zwischen alawitischen Anhängern Assads und Sunniten, die mit den Aufständischen in Syrien sympathisieren.

Assad erklärt Kampf um jeden Preis

Syriens Staatschef Assad denkt derweil überhaupt nicht daran, aufzugeben. Er gibt sich weiterhin unnachgiebig. Mit Blick auf die Aufständischen sagte Assad, es werde einen "Kampf um jeden Preis" geben. Den seit 17 Monaten andauernden Volksaufstand gegen sein Regime bezeichnete er erneut als vom Ausland gesteuertes Komplott.

Massenbegräbnis nach Massaker

In einem Vorort von Damaskus sind nach Angaben der syrischen Opposition viele Tote in Massengräbern beigesetzt worden.

Es soll sich dabei um die Opfer eines Massakers in der Ortschaft Daraja handeln, wo nach unterschiedlichen Berichten von Aufständischen in den vergangenen Tagen zwischen 300 und 630 Menschen getötet wurden. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben war nicht möglich.

Die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, unter den Toten seien Frauen und Kinder. Die Menschen seien durch Gewehrschüsse und Gruppenexekution getötet worden.

Flucht ins Ungewisse

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Neue Massaker in Syrien

Jordanien hat die internationale Gemeinschaft unterdessen um mehr Unterstützung bei der Versorgung der syrischen Flüchtlinge gebeten. Mehr als 2000 Flüchtlinge aus Syrien pro Tag erreichen sein Land, gab Informationsminister Samih Maajtah bekannt.

Allein am Freitag seien mehr als 2300 Syrer eingetroffen. Das war der größte Zustrom an einem einzigen Tag seit Beginn des Konflikts. Mittlerweile haben rund 160.000 syrische Flüchtlinge in Jordanien Zuflucht gesucht. Die Vereinten Nationen haben bei ihren Mitgliedern um Spenden für die Flüchtlinge gebeten. Bisher ging nach UN-Angaben aber erst die Hälfte der erbetenen 190 Millionen Dollar ein.

nis/GD/qu (afp, dapd, dpa)

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