1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sport

Spieth siegt und schreibt Masters-Geschichte

Es war "eine epische Leistungen in der Geschichte unseres Sports", so Jordan Spieth, kurz nach seinem letzten Putt bei den Masters 2015. Der 21-Jährige holt sich mit einem neuen Rekordergebnis den Sieg in Augusta.

Seine Familie hatte Tränen der Freude in den Augen. Hinter dem 18. Grün des Augusta National Golf Club versammelten sich tausende gespannte Fans und vor dem Fernseher waren es viele Millionen in 220 verschiedenen Ländern, alle wollten mit dabei sein. Ein Moment den Jordan Spieth so schnell nicht vergessen wird.

Er war 19 unter Par auf dem letzten Loch des Masters in Augusta, dem heiligen Boden des Golfsports. Nie zuvor in der Geschichte des Turniers hatet ein Spieler diese Marke erreichen können. Alles was zwischen Spieth und dem von Tiger Woods aufgestellten, bis zu dieser Woche als unerreichbar angesehen, "All-Time-Scoring-Rekord" von 270 (18 unter Par) stand, war ein "Four-Foot-Par-Put". Er verfehlte, aber niemanden - am wenigsten Spieth - schien das zu interessieren.

"Das war die unglaublichste Woche meines Lebens", sagte der 21-Jährige später, kurz bevor er das begehrte grüne Jackett erhielt. Hinter Woods, der bei seinem Rekord-Sieg 1997 nur wenige Monate jünger war, ist Spieth nun der jüngste Weltmeister in der Geschichte von Augusta. "Es gibt nichts Größeres in unserem Sport, ein Traum ist für mich wahr geworden", antwortete er, als er von CBS-Kommentator Jim Nantz gefragt wurde, was dieser historische Sieg für ihn bedeute. "Um ehrlich zu sein, stehe ich jetzt in diesem Moment noch ein wenig unter Schock."

Spieth im Rampenlicht

Vier Tage lang hatte Spieth die Golfwelt in Schockstarre versetzt, nachdem er mit einer 64er Runde (8 unter Par) startete. Dies brachte ihm nach der ersten Runde eine Drei-Schlag Führung ein. Diese baute er am Freitag mit einer 66er auf fünf aus und verbesserte mit 130 Schlägen insgesamt den 36 Jahre alten Masters-Rekord von Raymond Floyd. Nach der dritten Runde führte er mit vier, bei 16 unter, ebenfalls ein Rekord und gewann schließlich mit vier Schlägen vor Phil Mickelson und Justin Rose.

"Es war ein tolles Turnier, ich habe gut gespielt, aber Jordan war einfach unglaublich", so Publikumsliebling Mickelson und selbst Träger von drei grünen Jacketts über die Leistung von Spieth. "Es ist nicht nur sein Talent was ihn ausmacht", fügte Mickelson hinzu. "Jordan ist wirklich ein großartiger Kerl, eine tolle Persönlichkeit. Und er steht erst am Anfang einer großen Karriere."

Angriff auf die Weltspitze

Mit dem Sieg vom Sonntag ist Spieth nun die Nummer zwei der Golf-Weltrangliste, einen Punkt hinter Rory McIlroy, der in Augusta Platz vier hinter Rose und Mickelson belegte. "Er behält seine Bodenhaftung", sagte McIlroy, nachdem er am Sonntag eine 68er Runde spielte und damit seine beste des Turniers. "Niemand konnte in dieser Woche an ihn herankommen. "Ich kann das aus meiner eigenen Erfahrung beurteilen, es ist ein tolles Gefühl mit so einem großen Vorsprung in den Sonntag zu gehen. Das fühlt sich toll an."

Neben McIlroy spielte auch ein anderer, der weiß, wie es sich anfühlt, ein Golfturnier zu dominieren. Tiger Woods, die ehemalige Nummer-Eins der Welt, beendete das Masters auf einem geteilten 17. Platz. Woods feierte in Augusta, nach mehr als zweimonatiger Wettkampfpause, sein Comeback.

"Ich bin stolz darauf, wie ich gespielt habe. Ich hätte mir nur gewünscht, ein paar Puts mehr zu machen und ein paar Plätze auf dem Board zu klettern", sagte Woods, der in den letzten Jahren mit mehreren Verletzungen zu kämpfen hatte. Nach der Hälfte seiner Sonntags-Runde musste man befürchten, dass sich eine weitere Verletzung dieser Liste hinzufügen würde: Nachdem er am bei einem Schwung am neunten Loch versehentlich gegen eine Baumwurzel schlug musste seine rechte Hand kurz behandelt werden. Doch der Tiger gab Entwarnung.

"Eine neue Generation ist angekommen"

Tiger Woods, das Symbol des modernen Golfsports, genießt weiterhin unvergleichbaren Einfluss und Anerkennung bei Spielern und Medienvertretern. Jordan Spieth ist nun jedoch der unbestreitbare Beleg für die große und steigende Qualität der Stars von morgen.

Kurz nachdem am Sonntag die Zeremonie um den Gewinner und das grüne Sieger Jackett beendet war, lieferte CBS-Reporter Jim Nantz zum Ende seiner Berichterstattung eines seiner Fazits, die ihn über die Jahre so berühmt gemacht haben. Den Sieg von Tiger Woods im Jahr 1997 nannte er nicht weniger als einen "Sieg für die Ewigkeit". In diesem Jahr wählte Nantz andere Worte: "Ein neuer Stern ist geboren. Eine neue Generation ist da".

gb (tu/ck)

Die Redaktion empfiehlt