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Welthandel

Siemens investiert in Mexiko

200 Millionen Dollar in zehn Jahren: Der deutsche Industrieriese Siemens stärkt seine mexikanischen Standorte. Mexikos Wirtschaftsminister glaubt nicht recht an Trumps Drohungen.

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Siemens investiert in Mexiko

"In herausfordernden Zeiten ist es immer gut, Freunde zu haben." Mit diesen Worten begleitete Siemens-Chef Joe Kaeser die Ankündigung der Millionen-Investition. Kaeser unterzeichnete am Dienstag in Mexiko-Stadt eine gemeinsame Absichtserklärung mit dem mexikanischen Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo.

Ingesamt sehe man bei Siemens ein Investitionspotential von fast 34 Milliarden Euro für die nächsten zehn Jahre in Mexiko. Durch die jetzt angekündigte Investition sollen rund 1.000 neue Arbeitsplätze in dem Land geschaffen werden. Siemens beschäftigt bislang 6.200 Mitarbeiter in neun Werken und mehreren Forschungszentren in Mexiko.

Drohungen aus Washington

Zuletzt war Mexiko als Standort unter Druck geraten, weil die neue US-Regierung den Freihandel in der Region in Frage stellt und mit hohen Steuern auf mexikanische Produkte gedroht hat. Der Autokonzern Ford stellte daraufhin Pläne für ein neues Werk in Mexiko ein. 

"Wir unterstreichen unser Engagement im Mexiko", sagte Kaeser in der mexikanischen Haupstadt. "Mexiko kann auf Siemens zählen." Protektionistischen Tönen aus Washington begegnete der Siemens-Chef mit der Bemerkung: "Handel bringt Freiheit und Wohlstand."

Symbolbild Anlage der Ölgesellschaft Pemex (picture-alliance/dpa/Pemex)

Pemex-Raffinerie im Mexiko

Erdöl und erneuerbare Energie

In Mexiko ist Siemens seit 1894 aktiv. Dort geht es für den deutschen Konzern inzwischen vor allem um Geschäfte im Energie-, Auto- und Industriebereich - mit wachsendem Erfolg: Im Geschäftsjahr 2015 stiegen die Aufträge um 41 Prozent, im Geschäftsjahr 2016 um 32 Prozent. Siemens liefert unter anderem Fördertechnik für den staatlichen Erdölkonzern Pemex. Wachstumschancen sieht Siemens auch bei den erneuerbaren Energien. Bislang speist sich 20 Prozent des Stroms in dem Land aus erneuerbaren Quellen. Bis 2025 sollen es 35 Prozent werden.

Mexikos Wirtschaftsminister Guajardo zeigte sich am Dienstag vorsichtig optimistisch im Blick auf die mehrfach durch die neue US-Regierung angedrohten Strafzölle: "Ich wäre nicht so sicher, dass daraus wirklich ein Gesetzesvorhaben wird", sagte Guajardo in Mexiko-Stadt.  

ar/zdh (dpa, rtr – Archiv)

 

 

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