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Sport

"Schlechteste Spiele in der olympischen Geschichte"

Olympische Spiele 2010 in Vancouver werden in der europäischen Presse kritisiert. Die Spiele laufen Gefahr, als schlechtestes Olympia aller Zeiten bezeichnet zu werden.

Presseschau (Quelle: DW)

So schreibt die britische THE GUARDIAN:

"Die Spiele in Vancouver werden von der Katastrophe zum Schicksalsschlag. Snowboarding-Unsinn ist das letzte Fiasko, das droht, diese Spiele zu den schlechtesten in der olympischen Geschichte zu machen. Schwer zu glauben, dass irgendwas kann das Organisationschaos und die kommerzielle Gier der 1996 Spiele in Atlanta oder die finanzielle Katastrophe der Spielen 1976, nach denen Montreal pleite ging, übertreffen. Aber mit jedem Tag, der vorbeigeht wird das Gefühl von Nervosität über die Vancouver Spiele immer deutlicher. Hat das IOC einen Fehler gemacht, als es dem Olympischen Spiele zu Vancouver, der wärmsten Bewerber-Stadt zugesprochen hat? Die Frage wurde schon von einigen gestellt und kann nur als unfair bezeichnet werden. …Aber was kann zum Transportsystem gesagt werden, welches manche als unregelmäßig und andere als chaotisch beschreiben würden? Und gilt das auch für den elektrischen Schaltkreis in Cypress Mountain, der am Wochenende kaputt ging? Was die Veranstalter in Vancouver am meisten beunruhigt, ist die Tatsache, dass dem Vancouver-Organisationskomitee es misslungen hat, das steigende Gefühl zu bezwingen, dass diese Winterolympiade als etwas viel weniger als Triumph erinnert werden wird".

In der deutschen Zeitung TAGESSPIEGEL lesen wir:

"Es geht nicht anders, man muss in diesen Tagen über das Wetter reden, denn es geschehen in Vancouver erstaunliche Dinge. In der Metropole an der kanadischen Westküste finden Olympische Winterspiele statt, aber mit Winter hat das alles gar nichts zu tun. In Vancouver erwacht vielmehr der Frühling: Es weht eine milde, pazifische Brise, die Temperaturen liegen bei etwa zehn Grad – und die Sonne zeigt sich immer öfter. Die Wettbewerbe im alpinen Skisport bringt das Wetterchaos schon jetzt ziemlich durcheinander. Immer wieder müssen Starts verschoben werden. Und auch bei jenen Wettrennen, die stattfinden, entscheidet die Witterung mittlerweile mit".

So schreibt die österreichische Zeitung DIE PRESSE:

"Kanadiern kann es bei den Winterspielen nicht spektakulär genug zugehen. Nur das Verlangen nach Gold schlägt die Sensationslust. Kanadier lieben es nun einmal spektakulär, das birgt auch immense Gefahren in sich. Zuerst konnte es den Veranstaltern im Eiskanal nicht schnell genug gehen, die Trainingsläufe im Rodeln mussten mit dem 21-jährigen Georgier Nodar Kumaritaschwili erst ein Todesopfer fordern, bis man zur Vernunft kam und die Sicherheitsmaßnahmen verschärfte… Auf die Stimmung drückt, dass der Veranstalter 4000 Tickets refundieren musste, weil das Stehplatzareal im Morast versank. Arbeiter sind dort bis zur Hüfte versunken…Hauptsache aber, Olympia bleibt spektakulär…"

Abschließend kommentiert die russische Zeitung ROSSIJSKAJA GAZETA:

"Die Winterolympiade hat eine Chance, nachteilig zu werden. Sogar der amerikanische "Monster", der NBC-Sender hat in Vancouver Probleme. Die Werbeeinnahmen des NBC werden sich auf 650-700 Mio. Dollar belaufen. Aber der Sender hat die Senderechte für 820 Mio. Dollar erworben. Das Organisationskomitee muss wiederum die Unterbringungskosten erheblich senken, denn es gibt keine Nachfrage. Gleichzeitig muss es Sicherheitskosten von 200 auf 900 Mio. Dollar erhöhen! Als Ergebnis werden sich die Gesamtkosten in Höhe von fast zwei Milliarden Dollar wahrscheinlich nicht rentieren. Vancouver läuft Gefahr, pleite zu gehen".

Zusammengestellt von Natalia Karbasova
Redaktion: Oliver Samson

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