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Fußball

Schalkes Millionenspiel

Nach dem bitteren 0:4 in der Bundesliga in Wolfsburg braucht der FC Schalke jetzt dringend ein Erfolgserlebnis. Gegner in der Champions-League-Qualifikation ist PAOK Saloniki mit Ex-Schalke-Trainer Huub Stevens.

Ausgerechnet Schalkes Jahrhunderttrainer Huub Stevens könnte S04 in die Krise stürzen. Acht Monate nach seinem Rauswurf will der Niederländer dafür sorgen, dass die Königsblauen nicht in die fest eingeplante Gruppenphase der Champions-League kommen. Nach dem Bundesliga-Fehlstart mit nur einem Punkt, aber sieben Gegentoren nach zwei Spielen, steht für Schalke in der Partie gegen PAOK Saloniki schon jetzt fast alles auf dem Spiel.

Gegen den griechischen Vize-Meister, der für den suspendierten ukrainischen Klub Metalist Charkow nachgerückt ist, geht es nicht nur um viel Geld, sondern auch um die sportliche Perspektive in den nächsten Jahren. Ein Scheitern hätte gravierende Folgen. Die 20 Millionen Euro, mit denen der noch immer hochverschuldete Traditionsklub in der Gruppenphase rechnen könnte, sind fest eingeplant.

"Rückkehr als Freund - aber auch als Gegner"

Trainer Huub Stevens von PAOK Saloniki grinst bei einer Pressekonferenz (Foto: PASCAL GUYOT/AFP/Getty Images)

PAOK-Trainer Huub Stevens will seinem Ex-Club Schalke 04 ein Bein stellen

Huub Stevens freut sich auf das Spiel gegen seinen Ex-Club. "Es ist schön, weil wir in einem Stadion spielen können mit vielen Fans - Schalkern, aber auch PAOK-Anhängern." Auch die meisten S04-Anhänger freuen sich auf das Wiedersehen. Es sei eine "Rückkehr als Freund - aber auch als Gegner", schreibt der Club auf seiner Homepage. "Auch wenn Huub durch und durch ein Schalker ist - er wird versuchen, uns zu schlagen", sagte Manager Horst Heldt.

Jens Keller, der Stevens Ende des letzten Jahres auf der Schalker Trainerbank abgelöst hatte, dürfte die Rückkehr des Niederländers wenig erfreuen. Denn ihrem Jahrhunderttrainer, der sie zum UEFA-Cup-Sieg 1997 und zur Vier-Minuten-Meisterschaft 2001 führte, werden die Fans einen warmherzigen Empfang bereiten - wie ihn sein Nachfolger noch nicht erleben durfte. "Seit ich hier angefangen habe, ist der Druck enorm", sagte Keller: "Die Situation ist ähnlich wie letztes Jahr."

Die bisherigen Ergebnisse

Die Spieler des AC Mailand Stephan El Shaarawy (2.v.l.), Nigel de Jong (r.) und Kevin-Prince Boateng (l.) jubeln (Foto: EPA/JOEP LEENEN)

Stephan El Shaarawy (2.v.l.), Nigel de Jong (r.) und Kevin-Prince Boateng feiern das 1:0 für Milan

Insgesamt 20 europäische Teams kämpfen noch um die begehrten letzten zehn Plätze der Champions-League. Der 18-malige italienische Fußball-Meister AC Mailand muss bereits um den Einzug in die Gruppenphase der Champions League zittern, denn Milan kam beim PSV Eindhoven nicht über 1:1 (0:1)- Unentschieden hinaus. Stephan El Sharaawy (15./Foto) brachte die Italiener früh in Führung. Mario Balotelli hatte die Chance auf 2:0 zu erhöhen, traf aber nur die Latte. Eine viertel Stunde nach Wiederanpfiff sorgte Eindhovens Tim Matvz (60.) für den nicht unverdienten Ausgleich.

Kurz vor dem Aus steht Olympique Lyon. Nach zwei Traumtoren unterlag der frühere französische Serienmeister im heimischen Stade Gerland dem spanischen Vertreter Real Sociedad San Sebastian mit 0:2 (0:1).

Zenit St. Petersburg und Viktoria Pilsen erarbeiteten sich sehr gute Ausgangspositionen. Zenit siegte vor allem dank eines Dreierpacks von Roman Schirokow (27./60./90.) mit 4:1 (1:0) beim FC Pacos de Ferreira aus Portugal. Der tschechische Teilnehmer Pilsen kam zu einem 3:1 (1:0) im Heimspiel gegen NK Maribor aus Slowenien. Der schottische Fußball-Meister Celtic Glasgow blamierte sich mit einem 0:2 (0:1) beim kasachischen Titelträger Schachtjor Karaganda.

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