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Kultur

Roman Polanskis letzter Streich

Auch mit 80 läßt der Meister nicht locker. Polanskis Film "Venus im Pelz" ist ein kluger Film über das Verhältnis von Wahn und Wirklichkeit.

Im vergangenen Jahr ist

Roman Polanski

80 Jahre alt geworden. Andere Regisseure haben sich in diesem Alter längst vom Regiestuhl verabschiedet. Nicht so der gebürtige Pariser, der seine ersten Filme in

Polen

gedreht hat. Nach den zahlreichen Aufs und Abs in seinem Privatleben scheint Polanski auch im hohen Alter noch einmal durchzustarten. Schon sein vorletzter Film "Der Gott des Gemetzels" war ein auf nur wenige Personen beschränktes, aber ungeheuer dicht inszeniertes, packendes Kammerspiel.

In "Venus im Pelz" knüpft

Polanski

daran an. Diesmal genügen ihm sogar nur zwei Filmcharaktere (Emmanuelle Seigner und Mathieu Amalric) und ein einziger Schauplatz, ein kleines Theater in Paris. Polanski erzählt vom Versuch des Regisseurs Thomas die Hauptrolle für sein "Venus im Pelz" zu besetzen. Die zunächst etwas schlampig und scheinbar untalentiert auftretende Vanda, die Thomas anfangs abwimmeln will, erweist sich nach und nach als Glücksgriff für die weibliche Hauptrolle in dem Stück. Wie Polanski nun seinen beiden Protagonisten auf den Leib rückt, wie er die beiden beim Einstudieren des Stücks zeigt, ist höchste Regiekunst und mehr. "Venus im Pelz" ist ein komplexes Vexierspiel um Dichtung und Wahrheit.

Roman Polanski

: Venus im Pelz, Frankreich 2013, mit Emmanuelle Seigner und und Mathieu Amalric. 96 Minuten, als Blu-ray und DVD bei EuroVideo erschienen.

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