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Kultur

Portigon-Kunst wird nicht unter Wert verkauft

Die Chancen auf einen Verbleib der Sammlung in NRW sinken. Die Portigon AG darf die Kunst nicht unter Wert verkaufen. Neben 380 Kunstwerken befinden sich auch zwei Stradivari-Geigen in der Sammlung.

Die

Portigon-AG

müsse mit Schadensersatzforderungen rechnen, sollte sie die Sammlung unter ihrem Marktwert verkaufen, teilte NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) in einem Bericht für den Haushaltsausschuss des Landtags mit. Portigon-Chef Kai Wilhelm Franzmeyer hatte bereits im Januar verkündet, dass die WestLB-Nachfolgerin aufgrund von Vorgaben der EU-Kommission dazu verpflichtet sei, sämtliche Vermögensgegenstände der zerschlagenen Landesbank zu verwerten. Unter diese Vermögenswerte fällt auch die

Kunstsammlung.

NRW will die Sammlung retten

Die NRW-Landesregierung möchte die Sammlung der zerschlagenen WestLB im Land behalten. Durch die möglichen Schadenersatzforderungen der WestLB-Gläubiger müsste NRW dafür den vollen Marktwert zahlen. Die CDU hatte vorgeschlagen, die Sammlung für ihren Versicherungswert von ca. 28 Millionen Euro an die Kunstsammlung NRW zu übertragen. Das Geld dafür könne unter anderem aus dem Verkaufserlös der Warhol-Bilder kommen, die im November in New York für umgerechnet

120 Millionen Euro

versteigert worden. Die beiden Gemälde des US-Künstlers kamen aus dem Besitz der NRW-eigenen Casino-Betreibers Westspiel.

Elf Kunstwerke bereits nationales Kulturgut

NRW-Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) hat bereits am Montag (2.3.2015) elf Kunstwerke der Portigon-Sammlung zu internationalem Kulturgut erklärt, darunter auch die wertvollen Musikinstrumente sowie Werke von August Macke, Max Ernst und Dieter Roth. Dadurch soll verhindert werden, dass die Kunst ins Ausland verkauft wird. Bei 60 weiteren Werken der Sammlung soll noch geprüft werden, ob sie als national wertvolles Kulturgut im Sinne des Kulturgutschutzgesetzes gelten können.

hjh/suc (dpa/Landesregierung NRW)

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