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Aktuell Kultur

Warhol-Bilder lassen NRW-Kassen klingeln

In New York sind zwei Andy-Warhol-Bilder aus Deutschland unter den Hammer gekommen. Für das Land Nordrhein-Westfalen bedeutet dies Einnahmen in Millionenhöhe.

Das erste Warhol-Bild des nordrhein-westfälischen Spielbankbetreibers Westspiel hat in New York 82 Millionen Dollar (umgerechnet rund 65 Millionen Euro) gebracht. "Triple Elvis" von 1963 ging bei der Versteigerung bei Christie's damit weit über die erhofften 60 Millionen Dollar hinaus. Westspiel bekommt davon den sogenannten Hammerpreis von 73 Millionen, der Rest ist die Prämie für das Auktionshaus.

Gekauft hatte Westspiel das Bild des 1987 gestorbenen Andy Warhol Ende der 70er Jahre für nur 85.000 Dollar. Der Kunstmarkt gilt als unberechenbar und gerade Warhol-Bilder haben bei der Bewertung immer wieder für Überraschungen gesorgt, im negativen wie im positiven.

Auch das zweite Bild übertrifft die Erwartungen

"Four Marlons", das zweite in New York versteigerte Andy-Warhol-Bild der NRW-eigenen Westspiel, wurde in New York für fast 70 Millionen Dollar verkauft. Damit übertraf das 1966 entstandene Bild ebenfalls die Erwartungen. Angenommen worden war zunächst ein Wert des Bildes von etwa 60 Millionen Dollar. Dieses Bild hatte Westspiel Ende der 70er Jahre für 100.000 Dollar gekauft, auch hier also ein extremer Gewinn.

Die Auktion war in Deutschland auf scharfe Kritik gestoßen. Kritiker befürchten einen Einstieg in den Ausverkauf landeseigener Kunst, um Haushaltslöcher zu stopfen. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) erklärte, es handele sich nicht um nationales Kulturgut, und die Bilder seien Eigentum von Westspiel. Das Land habe aber nicht vor, Kunst aus direktem Landesbesitz zu veräußern, versicherte sie.

Der nordrhein-westfälische Spielbankbetreiber Westspiel will mit dem Auktionserlös seine defizitären Casinos sanieren. Außerdem soll eine neue Spielbank in Köln gebaut werden.

haz/wl (dpa)