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Kultur

Portigon-Kunstwerke bleiben im Land

Nordrhein-Westfalen hat elf Kunstobjekte aus der Portigon-Sammlung unter nationalen Kulturschutz gestellt. Damit soll verhindert werden, dass die Stücke im Ausland versteigert werden.

"Diese Eintragungen sind lediglich der Anfang", erklärte Kulturministerin Ute Schäfer am Montag (02.03.2015). Sie hatte einen Sachverständigenausschuss mit der Prüfung von zwölf Werken beauftragt. Durch ihr Votum gehören jetzt zwei Stradivari-Violinen sowie August Mackes Gartenbild und Henry Moores "Working Model for Stone Memorial" in die Kulturgut-Liste. Sie lasse zurzeit 60 weitere Werke prüfen, ob sie als national wertvolles Kulturgut gelten, so die Ministerin. Außerdem begrüße sie die Debatte über Lösungsvorschläge zur Rettung der Portigon-Sammlung. "Dabei freue ich mich selbstverständlich über jede Unterstützung."

Kulturschaffende kritisierten den "Ausverkauf"

Portigon ist aus der Landesbank WestLB hervorgegangen und muss im Zuge der Abwicklung der Bank rund 400 Kunstwerke wegen entsprechender EU-Vorgaben verkaufen. Die nordrhein-westfälische CDU sprach sich dafür aus, dass das Land die Portigon-Kunstsammlung aufkauft. Das Geld dafür könne unter anderem aus dem Verkaufserlös der Warhol-Bilder kommen.

Die Nordrhein-Westfälische Kultur- und Familienministerin Ute Schäfer

Ute Schäfer will die Portigon-Sammlung im Land halten

Zwei Gemälde des US-Künstlers aus dem Besitz der NRW-eigenen Casino-Betreibers Westspiel waren im November in New York für umgerechnet 120 Millionen Euro versteigert worden. Daraufhin hatte es bundesweit Proteste gegeben, Museumsleiter und Kulturschaffende kritisierten lautstark die Versteigerung der Kunstwerke.

Der Sachverständigenausschuss wird jetzt mit der Prüfung weiterer Werke aus der Portigon-Sammlung fortfahren, um sie vor dem "Ausverkauf" ins Ausland zu schützen. Erst kürzlich war der Welfenschatz in Berlin ebenfalls unter nationalen Kulturschutz gestellt worden, damit er im Land bleibt.

suc/sti (epd, dpa)

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