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Amerika

OAS-Chef droht Venezuela mit Ausschluss

Die politisch verfahrene Situation in Venezuela ruft nun auch die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) auf den Plan. Ihr Generalsekretär Luis Almagro denkt über einen Ausschluss des Landes nach.

Sollte Caracas nicht wie vorgesehen bald Wahlen abhalten, wäre es an der Zeit, Venezuela von den Aktivitäten der OAS zu suspendieren, schrieb Almagro (Artikelbild) an den OAS-Rat. Der Generalsekretär beklagte in dem 75 Seiten langen Papier, dass alle diplomatischen Bemühungen bislang keinen Fortschritt gebracht hätten.

Mittlerweile habe die venezolanische Bevölkerung jedoch den "Glauben in ihre Regierung und den demokratischen Prozess weiter verloren", schrieb der frühere uruguayische Außenminister. Den sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro bezeichnete er als kleinen Diktator.

Desolate Wirtschaft

Die Opposition in Venezuela kämpft seit Monaten für eine Volksabstimmung über eine Amtsenthebung Maduros. Sie macht den Präsidenten für die schwere Wirtschaftskrise in Venezuela verantwortlich, die durch den starken Ölpreisrückgang seit 2014 verschärft wurde. Wegen Versorgungsengpässen gab es in dem südamerikanischen Land bereits mehrfach schwere Unruhen und Plünderungen. Der Präsident hat bisher jedoch alle Versuche der rechtsgerichteten Opposition abwenden können, ihn aus dem Amt zu jagen.

cgn/wa (afp, rtr)

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